JonDonym + Virtualisierung ist echte Anonymität

Ideen zu allem, was nützlich wäre. Vorschläge und Tipps zur JonDonym-Programmierung.
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MaxMustermann
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Joined: Sun May 15, 2016 22:01

JonDonym + Virtualisierung ist echte Anonymität

Post by MaxMustermann » Fri May 27, 2016 19:43

Hallo

Ich würde gerne wissen, wann / auf welchen Seiten (Themen) ihr auf JonDonym verwendet.

Da JonDoFox immer den no-cache/no-pragma header sendet, ist es nicht möglich einen Cache aufzubauen und muss jedes mal 100% des Seiteninhalts downloaden.
Hierzu gibt es eine kleine Rechnung, wie sich das auf die Tarife auswirkt
http://image.prntscr.com/image/3eadc9d3 ... 2a0bdd.png
Die gewählten Seiten sind ein paar der Top besuchten Seiten aus DE. Durchschnittlich könnte man 80% mehr Seiten aufrufen und somit 80% länger surfen, wenn der Cache aktiviert ist.

Zudem würde ich gerne wissen, wer JavaScript auf bestimmten Seiten oder generell erlaubt. Ich würde gerne verstehen, warum sich jemand "anonymisieren" möchte. Geht es dabei einfach darum, dass man sich nicht verfolgen lassen will oder bewegt ihr euch auf Seiten, die nicht legal sind?

JonDonym ist eine gute Sache. Doch leider wird hier ein Ansatz verfolgt, der beim aktuellen Stand von JonDonym keine wirklich langfristige Lösung bietet. Die Anzahl der Nutzer von JonDonym ist so gering, dass durch das Verhalten des Browsers eine genau so gute Identifikation möglich ist, wie mit jedem anderem Browser auch. Die Informationen, die man übermittelt, sind natürlich deutlich weniger. Aber das Surfverhalten kann genau so getrackt werden, wie bei jedem anderem Browser. Zudem finde ich das Surfen ohne JavaScript sehr "ekelhaft".

Die Lösung für JonDonym (JonDoFox) wäre eine deutlich höhere Nutzerzahl. Oder als Alternative dazu, eine Mischung aus geteilter Virtualisierung und JonDonym oder lediglich virtuelle Browser verwenden. Habe neulich mal mit einem Kollegen ein Konzept für eine solche Umsetzung gemacht. Mit der Virtualisierung von Systemen/Browsern wäre es sogar möglich über das JonDonym Netzwerk zu surfen und über eine gesonderte Verbindung (dennoch annonym) Downloads zu ermöglichen, die nicht auf den Traffic von JonDonym schlagen.

Nur mit virtuellen und geteilten (shared) Instanzen kann man echtes Tracking verhindern. Denn die erfassten Daten würden keinen Sinn ergeben. Device- und Browseridentifkationen wäre nutzlos und die Useridentifikation zwar möglich, aber keine Zuordnung von Surfverhalten möglich. Die Useridentifikation wäre auch nur dann möglich, wenn man sich auf einer Webseite anmeldet.
Zusätzlicher Vorteil wäre natürlich, dass man einen Cache aufbauen kann, die Verbindungen deutlich schneller sind und man sich keine Gedanken über JavaScript, Flash, Java oder Sonstiges machen muss.

Zusammengefasst könnte man sagen, dass Tracking wie ein Puzzel mit 300 Teilen ist. Ein Teil ermöglicht kaum eine Analyze des Surfverhaltens. Wenn man jetzt 50 User über einen Browser surfen lässt, wäre es für normale Systeme nicht möglich, die richtigen Teile aus 50 Puzzel x 300 Teile zusammen zu fügen. Die erfassten Daten wären dann ein Puzzel mit 15.000 Teilen, die alle keinen Sinn ergeben und nicht zusammen passen :)
Solche Systeme könnten auch über mobile Endgeräte verwendet werden. Und man könnte mit ein paar kleinen Anpassungen den Browserverlauf, Formulardaten, Zugangsdaten, etc über Instanzen mitnehmen.

Obwohl ich (mMn.) nahezu alle Tracking-Methoden kenne, fällt mir keine ein, die das Tracken mit solchen Systemen ermöglichen würde. Denn es gäbe keinen verwertbaren Anhaltspunkt.

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