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 Post subject: Re: Gegenleistung für Bezahlung Premium-Dienste
PostPosted: Tue Mar 13, 2012 22:23 
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Joined: Thu Dec 04, 2008 18:02
Posts: 1053
123abc456 wrote:
Ihre ersten beiden als Vermutung getarnten Unterstellungen sind genau das, was ich eben ausführte. Warum unterstellen Sie unlautere Absichten, wenn es dafür keinen objektiven Anhaltspunkt gibt?
Sie tun mir an dieser Stelle Unrecht. Ich habe nur die Möglichkeiten aufgezeigt und war ziemlich ratlos, weil ich mir keine so Recht als Motivation vorstellen konnte.
Quote:
Meine Motivation ist es in der Tat Jondos zu verbessern. Und ich habe den Verdacht dass es bei den anderen beiden in diesem Beitrag genauso ist, die Ansatzpunkte sind nämlich die selben. Eine gehörige Portion Frust ist in der Tat dabei, aber nicht weil wieder mal was nicht funktioniert, sondern aus den o.g. Gründen.
Schön, also Punkt 3), was ich gehofft hatte.
Quote:
Die Unterstellung dass die Kritik sich gegen die Entwickler richtet ist falsch. Mit Entwicklung hat die Kritik nichts zu tun sondern mit Konzeption.
Ah, okay, das kam bei mir in der Tat so an, dass nicht nur das Konzept das Problem gewesen ist.
Quote:
Die Kritik richtet sich gegen das Konzept einen Anonymisierungsdienst anzubieten und gleichzeitig zu überwachen und die eigentlich angebotene (und verkaufte!) Leistung damit zu konterkarieren. Die Rahmenbedingungen zu berücksichtigen, d.h. genau das machen was ich gerade sagte, wäre falsch, weil genau dagegen richtet sich die Kritik. Verstehen Sie das denn nicht?
Doch, diesen Punkt verstehe ich. Vielleicht sollten wir aber begrifflich noch etwas schärfer sein: Wir bieten einen Anonymisierungsdienst an und überwachen NICHT gleichzeitig. Das wäre in der Tat absurd. Vielmehr bieten wir einen Anonymisierungsdienst an, bei dem es MÖGLICH ist, Nutzern ihre Handlungen zuzurechnen. Das ist ein gewaltiger Unterschied. Und sicher, wir werden viel dafür gescholten, so eine Möglichkeit implementiert zu haben (nicht nur von Ihnen oder den Tor-Leuten), aber ich kann Ihnen sagen, dass dies eine conditio sine qua non ist: Wenn Sie JonDonym verbessern wollen, dann nur auf dieser Basis. Z.B. wäre ich persönlich sehr an Vorschlägen interessiert, wie man die Überwachung noch schwieriger oder zielgerichteter machen kann. Wenn Sie das nicht akzeptieren, dann müssen Sie sich einen anderen Anonymisierungdienst suchen, tut mir Leid.
Quote:
Ich für meinen Teil verstehe nicht warum sie diese Kritik nicht nutzen um Jondos zu verbessern und stattdessen verständnislos, verdrehend, an nicht funktionierendem (weil wer meckert denn dass zu wenig Geld reinkommt?) festhalten.
Haben Sie zu der Verbindung zwischen der Deanonymisierungsfunktion und unserem "nicht funktionierenden" Dienst belegbare Zahlen? Würde mich einmal interessieren. Wenn nicht, bleibt es dennoch eine interessante Hypothese.
Quote:
> Habe ich etwas vergessen?
Ja, das man Zeit und Aufwand investiert um Ihnen zu helfen.
Mir ging es hier um weitere mögliche Motivationen. Dass jegliche Hilfsversuche mit Zeit und Aufwand verbunden sind, war mir durchaus klar.
Quote:
Schon wieder verdreht. Es wurde gesagt dass Tor nicht absichtlich überwacht. Jondos hingegen überwacht absichtlich.
Zwei Sachen (zur Begriffsgenauigkeit): 1) Wir haben mit Absicht die Möglichkeit der Überwachung eingebaut, die dann (wenn die Vorasussetzungen gegeben sind) mit Absicht eingesetzt wird. 2) Können Sie mir einmal erklären, wir man "nicht absichtlich überwacht", also aus Versehen? Oder meinten Sie, dass Tor keine Überwachungsschnittstelle besitzt (was meines Wissens korrekt ist)?
Quote:
> Wieso nehmen Sie sich dann nicht einfach Tor
Mache ich doch. Und zwar so lange bis Jondos nicht mehr überwacht.
Die Möglichkeit der Überwachung wird bleiben. Dann werden Sie wohl Tor nutzen müssen (oder etwas anderes).
Quote:
Der problematische Aspekt ist die absichtliche Überwachung durch Jondos im Auftrag des Staats.
JonDos hat keinen Staatsauftrag zur Überwachung.
Quote:
> Und wenn Sie ein gesundes Level an Paranoia besitzen und den Tor-Exits nicht trauen, dann können Sie doch Tor und JonDonym zusammen nutzen.
Solange man einen vertrauenswürdigen Exit-Node hat braucht man sich diesen Aufwand nicht machen. Davon gibts ein paar.
Umso besser, dann fällt ja der Wechsel nicht ganz so schwer.
Quote:
> Weder "Gefahr" durch JonDonyms Strafverfolgungsfunktion noch Gefahr durch Tors Exitserver.
Dass Sie Gefahr in Anführungszeichen setzen ist auch schon wieder so eine Verdrehung. Es ist eine Gefahr. Wenn Überwachung in jeglicher Hinsicht, auch durch Jondos, keine Gefahr wäre wären Anonymiserungsdienste generell unnötig. Also verharmlosen Sie Ihre Überwachung im Auftrag des Staats nicht.
Sehen Sie, es kommt in dem Satz, den Sie oben zitiert haben, das Wort "Gefahr" zwei Mal vor, einmal mit und einmal ohen Anführungszeichen. Und das war Absicht. Es sollte keineswegs die Möglichkeit der Überwachung unsererseits negieren. Vielmehr halte ich die Gefahr für die Privatspähre der Nutzer durch schnüffelnde Exit-Nodes für größer. Sie sind da sicher anderer Meinung, von mir aus. Aber die Absicht, da irgendetwas zu verdrehen lag mir fern.
Quote:
Wenn ich Ihren Beitrag so verstehen soll dass Sie weiter machen wollen bis die nicht reichenden Einnahmen gar nicht mehr reichen und dennoch nur auf eigene, wie man sieht unzureichende, Ansätze bauen wollen und jede Vernderung zum Besseren ohne ein sachliches Argument dafür zu haben ablehnen, sagen Sie es bitte.
Soweit ich das absehen kann, wird es JonDonym nicht ohne die Möglichkeit der Strafverfolgung geben. In diesem Sinne...
Quote:
Dann spare ich mir zukünftig den Aufwand und andere vielleicht auch.
Okay, dann sind die Fronten nun hoffentlich geklärt, ohne Beleidigungen. Vielen Dank für Ihre Beiträge.


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 Post subject: Re: Gegenleistung für Bezahlung Premium-Dienste
PostPosted: Wed Mar 14, 2012 0:31 

Joined: Tue Mar 13, 2012 18:36
Posts: 2
Ergänzung:
ich habe in meinen Beitrag geschrieben: "Ich glaube hier wird das Pferd von hinten aufgezäumt, man kann doch den Wunsch nach staatlicher Nichtüberwachung nicht einfach an JonDonym delegieren, da hätte man sicher früher und an andrer Stelle etwas tun müssen…"

nun ich dachte das diesen Punkt eher die hier schreibenden (Fach) Anwälte aufgreifen würden,
denn diese scheinen ein grosses Interesse an einer Nichtüberwachung durch den Staat zuhaben… und drohen sich dies bei JonDomym einzuklagen.
Ich frage mich warum diese Herren (und vielleicht auch Damen) sich nicht gegen diesen Überwachungswahn mit ihrer Rechtskenntnis gewehrt haben, als dies noch Ideen irgendwelcher Parteien oder einzelner Politiker waren ???
Warum haben sie denn nicht mit allen ihnen zur Verfügung stehenden rechtlichen Mittel und ihrem fachlichen Wissen, versucht diesen Wahn zu verhindern z.b. auf Grundlage schon bestehender Gesetze die die persönliche Freiheit garantieren sollen???
Hier hätten sie ihrer "Klagefreude" freien Lauf lassen koennen.

Nun diese Fragen sind rhetorisch, aber sie zeigen, auf was ich hinaus wollte mit dem "Pferd von hinten aufzäumen"

Aber vielleicht sind ja diese Anwälte keine Anwälte, vielleicht sind es ja auch Mitarbeiter von staatlichen Behörden die mit solchen Beiträgen potenzielle Kunden von JonDonym abhalten wollen, WEIL das Konzept von JonDonym funktioniert…


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 Post subject: Re: Gegenleistung für Bezahlung Premium-Dienste
PostPosted: Wed Mar 14, 2012 1:33 
Wirklich interessant zu lesen,wie ein mit falschen Behauptungen gescholtenes Unternehmen sich auch noch dafür bedankt.
Na,ist wohl eher der Uni-Diskussions Kultur geschuldet und weniger dem wirtschaftlichen Verständnis nach Gewinnstreben und Erfolg.
Nurmalso hat doch wie ich finde die treffenden Argumentationen geliefert.
Habe mir eine PDF von dem Thread gezogen als Warnung vor Hobby-Anwälten. :lol:


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 Post subject: Re: Gegenleistung für Bezahlung Premium-Dienste
PostPosted: Wed Mar 14, 2012 8:13 
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Joined: Sat Nov 06, 2010 16:03
Posts: 608
Abgesehen mal von dem rein technischen Unfug der da abgelassen wurde(ein Anwalt hat davon ja nicht unbedingt Ahnung),geht schon alleine aus den sprachlichen Ungenauigkeiten hervor das hier keine Anwaelte am Werk waren.Sehr schoen von Georg aufgezeigt ;)
Bereits der Erste machte sich laecherlich mit seiner Behauptung das er Anwalt waere-spaetestens nachdem er"Betrug"behauptet haette.Dies haette ein Anwalt nie so formuliert,denn diese Feststellung steht wenn schon,nur einem Richter in einem Urteil zu.Ein Anwalt haette sich nie so exponiert und sich,wenn er denn klagt,daraufhin einer Gegenklage wegen Beleidigung\Geschaeftsschaedigung etc. ausgesetzt!

btw.@HVAVIII ach ja-eine "strafbare Noetigung"war da nicht.Ich kann es jedem "androhen"Ihn zu verklagen,wenn er nicht so handelt wie ich denke es waere rechtens.
Du musst unterscheiden zwichen einer"legalen Noetigung"(Polizist droht dir ein ticket zu schreiben wenn du deinen Wagen nicht aus dem Haltevorbot wegfaehrst)und einer "strafbaren Noetigung"(Ich hau dir auf die ****\Ich veroeffentliche den crack von deinem server mit privater Korrespondenz etc.).
Zum Glueck ist es in DE immer noch erlaubt jeden zu verklagen-auch bei vermeintlichem Unrecht.
Nur mal so ;)

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Don't you Remember,
The Fifth of November,
'Twas Gunpowder Treason Day,
I let off my gun,
And made'em all run.
And Stole all their Bonfire away.


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 Post subject: Re: Gegenleistung für Bezahlung Premium-Dienste
PostPosted: Wed Mar 14, 2012 16:08 
Ich gehe immer vom erstem Umstand der Nötigung aus.;-)
Das diese Diskussionen immer wieder zugelassen werden stößt bei mir nur noch auf Unverständnis.
Seit über einem Jahr taucht immer wieder der Jondo-Troll auf.
Und jedes mal wird das Thema durchgekaut.
Wozu eigentlich,um in endlose Zitat Attacken sich gegenseitig zu übertrumpfen?
Ich würde es nicht sehr lustig finden wenn ein Interessierter bei der Google Eingabe Jondonym Premium Dienste diesen Thread vorgesetzt bekommt.
Der Rattenschwanz der an solchen widerlichen Diskussionen hängt ist unübersehbar.
Noch einmal zu Zensur,in Foren gibt es keinen Zensur,das wäre eine Verniedlichung des Begriffs.
In Foren gibt nur eine Art der Moderation(lenken).
Mich interessieren nur die spannenden Technik Diskussionen.
Da ist das Jondo Forum absolute Spitze.
Und der Brainstorm der daraus erwächst.


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 Post subject: Re: Gegenleistung für Bezahlung Premium-Dienste
PostPosted: Wed Mar 14, 2012 19:23 

Joined: Tue Mar 13, 2012 15:52
Posts: 3
@Georg Koppen (und nur an ihn)

> Wir bieten einen Anonymisierungsdienst an und überwachen NICHT gleichzeitig. Das wäre in der Tat absurd. Vielmehr bieten wir einen Anonymisierungsdienst an, bei dem es MÖGLICH ist, Nutzern ihre Handlungen zuzurechnen.

Das ist Haarspalterei. Sie bieten einen Anonymiserungsdienst an. Auf staatlichen Zuruf, wie immer der genau strukturiert ist, überwachen sie. Wäre es nicht die gesamte Funktion, die das Problem verursacht, sondern die Ausgestaltung, könnte ich Ihnen ein paar schöne Beispiele nennen, wie man unter den von Ihnen verlangten Bedingungen Sie dazu bringt Überwachungen durchzuführen, obwohl es sich nur um eine Ordnungswidrigkeit, oder nichtmal das, handelt.

> Haben Sie zu der Verbindung zwischen der Deanonymisierungsfunktion und unserem "nicht funktionierenden" Dienst belegbare Zahlen? Würde mich einmal interessieren. Wenn nicht, bleibt es dennoch eine interessante Hypothese.

Nein, Zahlen habe ich dazu nicht, woher sollte ich die haben und darüber hinaus, wie sollte man sie erheben? Schonmal Nichtkunden identifiziert und gefragt warum sie Nichtkunden sind? Die Überlegung ist, dass die, die sich den Grad der Anonymität genauer ansehen, statt sich auf oberflächliche und bei näherer Betrachtung angreifbare Zusicherungen verlassen, nie einen Dienst nutzen würden, der eine Überwachungsfunktion implementiert hat. Diesen Punkt nicht diskutieren zu wollen halte ich für einen großen Fehler, was die Akzeptanz bei der Zielgruppe angeht, die wirklich Anonymität braucht (und bereit ist dafür zu zahlen). Also nicht jemand der sich vor Facebook fürchtet, sondern jemand der seine Identität und seinen Aufenthaltsort verbergen muss, weil er sonst wegen Whistleblowing oder was im Gefängnis landet. Das ist der Grund, warum es hier von Kindern, wie man an den Reaktionen auf diesen Beitrag sieht, wimmelt, die keine Ahnung von der Materie haben und seit Jahren marodierend durch dieses Forum ziehen. Wer wirklich Anonymität braucht geht zu Tor und bekommt sie da auch noch kostenlos.

Das Zeitargument ist ein Feigenblatt. Wenn es eine Woche dauert um die Überwachung per Anordnung auf eine Dreierkaskade einzurichten müsste man jede Woche die Kaskade wechseln. Die Überwachungen kommen bisher alle aus Deutschland, wenn deutche Mixe beteiligt sind, das sind oft sogar zwei pro Dreierkaskade, geht das also noch erheblich schneller. Bei EU-Ländern und den USA gibt es keine große Verzögerung. Nach 11 Wochen wären damit die Dreierkaskaden theoretisch aufgebraucht. Und dann? Noch nicht mal berücksichtigt dass alle Betreiber in mehreren Kaskaden vorkommen und die Überwachungsanordnungen sich auf Betreiber, nicht auf Mixe, beziehen. So gehen die Kaskaden in Wirklichkeit schon nach 4 Wochen aus. Bei den Zweierkaskaden geht das noch schneller. Wenns doppelt so lange dauert sind es halt 8 Wochen.

Der Mixstandort ist auch ein Feigenblatt. Die Überwachungsanordnungen richten sich immer an die Betreiber, die unabhängig davon wo der Mix steht überwachen. Weil der Mix wird ja nicht zur Tat veranlasst, sondern der Betreiber.

Jondos Argument mit dem Einzelmix, der angeblich nicht ausreicht um sich vor der Werbeindustrie zu schützen stimmt nicht ganz. Er reicht schon, vorasugesetzt der Betreiber vertrauenswürdig ist. Wenn nicht, braucht man eine Zweierkaskade. Ergo für den Schutz vor der Werbeindustrie reicht Dresden oder max. eine Zweierkaskade. Das einzige Argument eine kostenpflichtige Dreierkaskade zu nutzen ist die Sicherheit gegenüber dem Staat. Damit ihr dieses Argument nutzen könnt müssen die Voraussetzungen erfüllt sein einen Vorteil gegenüber Tor zu haben (weil die das selbe kostenlos anbieten) und keinen Nachteil gegenüber Tor zu haben. Der Vorteil ist die höhere Geschwindigkeit, aber die Überwachungsfunktion ist ein Nachteil der das weit aufwiegt weil ihr dadurch genau mit denen zusammenarbeitet, vor denen man sich mit der Nutzung einer Dreierkaskade schützen will. Solange ihr die Überwachungsfunktion nicht entfernt seid ihr selbst vollständig kostenlosen Diensten gegenüber im Nachteil weil durch die Möglichkeit der absichtlichen Überwachung die Wahrscheinlichkeit mit Jondos erwsicht zu werden viel höher ist als mit Tor.

Kernfrage ist, warum wollt ihr über das entfernen der Überwachungsfunktion nicht diskutieren? Über den Deal dazu haben wir ja schon was gehört, aber der bringt doch nur Deutschland was und euch und euren Kunden nichts.

> Können Sie mir einmal erklären, wir man "nicht absichtlich überwacht", also aus Versehen? Oder meinten Sie, dass Tor keine Überwachungsschnittstelle besitzt (was meines Wissens korrekt ist)?

Genau das meine ich. Es ist nie auszuschließen, dass ein Dienst gehackt und damit überwacht wird. Es wurde ja schon mehrfach das Thema der relativ schwachen Verschlüsseltung thematisiert, das wäre so was wo man bei allen Diensten ansetzen könnte. Aber in einen Dienst einbrechen ist eins, eine eingebaute Überwachungsfunktion für den Staat, vor dem doch Schutz geboten werden soll, ist was anderes. Das erste würde den Anbietr zum Opfer machen, das zweite zum Mittäter.

> JonDos hat keinen Staatsauftrag zur Überwachung.

Wer stellt denn dann die Aufträge zur Überwachung aus? Die Werbeindustrie?

> Vielmehr halte ich die Gefahr für die Privatspähre der Nutzer durch schnüffelnde Exit-Nodes für größer.

Dazu muss man anderer Meinung sein, weil man aus dem Exit-Node Traffic nur Rückschlüsse ziehen kann. Bei einer vollständigen Überwachung, wie sie Jondos durchführt, geht es über Rückschlüsse hinaus. Da geht es um Details und, mit dem Entry, um Identität und Aufenthaltsort. Etwaig schnüffenlnde Exit-Nodes, die man leicht umgehen kann, kömmen weder an identität noch Aufenthaltsort solange man nicht eines davon über nicht-https versendet.

@nurmalso Dass ist Unfug. Staatliche Überwachung existiert seit es Telefone gibt, das läuft über die Telekommunikationsüberwachung, Jondos hat dazu mal den passenden Paragraph genannt, ich glaube 100 a und b Stpo. Dagegen hätte man sich vor hundert Jahren wehren müssen. Es kann doch jeder sehen dass man gegen Staaten nicht ankommt. Es geht nicht um Nichtüberwachung durch den Staat. Es geht darum, zmindest mir, Jondos zu hindern dem Staat dabei zu helfen und damit einen brauchbaren Dienst zu haben. Dem Anwalt, obwohl ein Volljurist soweit ich weiß kein Anwalt sein muss (kann Richter sein oder Justitiar oder Juraprof), geht es anscheinend darum das zu bekommen, was er gekauft hat. Das finde ich richtig. Und dem würde ich mich anschließen wenn ich ein Konto hätte.

Zu den anderen sage so gut wie nichts, solche Dummheit macht mich immer so wütend!! Wie kann man so dumm sein und behaupten ein Anwalt würde nicht von Betrug sprechen? Die Tat, derer man den anderen beschuldigt, muss benannt werden. Klar sagt ein Anwalt Betrug. Der Rest ist so dämlich, da fehlen mir die Worte.


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 Post subject: Re: Gegenleistung für Bezahlung Premium-Dienste
PostPosted: Wed Mar 14, 2012 19:34 

Joined: Tue Mar 13, 2012 15:52
Posts: 3
Den Link hat mir grade jemand mit ein paar netten aufmunternden Worten geschickt, danke dafür. Er erklärt, warum es hier so viel Widerstand gibt. http://www.harvardbusinessmanager.de/st ... 20397.html


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 Post subject: Re: Gegenleistung für Bezahlung Premium-Dienste
PostPosted: Wed Mar 14, 2012 20:02 

Joined: Wed Jun 29, 2011 10:46
Posts: 82
Oh - mir hat auch mal jemand freundlicherweise ein paar Links geschickt:

http://ch.linkedin.com/pub/thomas-schli ... 12/120/8a2

http://www.tssf.biz/

@JonDos: Passt das?


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 Post subject: Re: Gegenleistung für Bezahlung Premium-Dienste
PostPosted: Thu Mar 15, 2012 7:51 

Joined: Mon Nov 08, 2010 20:50
Posts: 58
nope,eher does

http://de.wikipedia.org/wiki/Stalking#P ... T.C3.A4ter


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 Post subject: Re: Gegenleistung für Bezahlung Premium-Dienste
PostPosted: Thu Mar 15, 2012 8:58 
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Joined: Thu Dec 04, 2008 18:02
Posts: 1053
123abc456 wrote:
Das ist Haarspalterei. Sie bieten einen Anonymiserungsdienst an. Auf staatlichen Zuruf, wie immer der genau strukturiert ist, überwachen sie.
Das ist keine Haarspalterei, sondern verdeutlicht, dass JonDonym standardmäßig nichts speichert und auch nicht überwacht. Erst, wenn es richterliche Beschlüsse (es gibt keine staatlichen Zurufe, lassen Sie diese Behauptungen) gibt, ändert sich das.
Quote:
Wäre es nicht die gesamte Funktion, die das Problem verursacht, sondern die Ausgestaltung, könnte ich Ihnen ein paar schöne Beispiele nennen, wie man unter den von Ihnen verlangten Bedingungen Sie dazu bringt Überwachungen durchzuführen, obwohl es sich nur um eine Ordnungswidrigkeit, oder nichtmal das, handelt.
Lassen Sie das Spekulieren und halten Sie sich an die Fakten: https://www.anonym-surfen.de/strafverfolgung.html Seit bestehen des Dienstes sind einzelne Premiumkaskaden (auf die Sie ja in Ihrer Argumentation abzielen) noch nie vollständig überwacht worden. Erst Recht nicht auf Grund von Ordnungswidrigkeiten.
Quote:
Die Überwachungen kommen bisher alle aus Deutschland, wenn deutche Mixe beteiligt sind, das sind oft sogar zwei pro Dreierkaskade, geht das also noch erheblich schneller.
Lassen Sie das Spekulieren und halten Sie sich an die Fakten: https://www.anonym-surfen.de/strafverfolgung.html Es sind noch nie einzelne Premiumkaskaden überwacht worden.
Quote:
Kernfrage ist, warum wollt ihr über das entfernen der Überwachungsfunktion nicht diskutieren? Über den Deal dazu haben wir ja schon was gehört, aber der bringt doch nur Deutschland was und euch und euren Kunden nichts.
Es gibt keinen Deal zwischen JonDos und dem Staat, lassen Sie die Unterstellungen. Die Frage beantwortet sich wieder hier: https://www.anonym-surfen.de/strafverfolgung.html "JonDonym soll Strafverfolgung im Internet nicht verhindern." Strafverfolgung, vor allem die schwerer Taten, ist für jede Gesellschaft essentiell.
Quote:
Wer stellt denn dann die Aufträge zur Überwachung aus? Die Werbeindustrie?
Sie sollten wirklich noch einmal https://www.anonym-surfen.de/strafverfolgung.html gründlich lesen. Um bei Ihrem Paradebeispiel Deutschland zu bleiben: Dort hat der Staat überhaupt nicht zu entscheiden, ob überwacht wird oder nicht, sondern allein ein Richter. Also: nicht die Exekutive, sondern die Judikative (also nichts mit "Zuruf vom Staat"). Dies nicht zu erkennen scheint mir ein Hauptdefizit Ihrer Argumentation zu sein.

Also, um die Diskussion noch einmal zusammenzufassen und abzuschließen: Es wird kein JonDonym ohne die Strafverfolgungsoption geben. Sie können gern unseren Dienst auf dieser Basis nutzen und/oder helfen, ihn zu verbessern. Wenn er Ihnen nicht zusagt, nutzen Sie einfach einen anderen, von dem Sie glauben, er passt besser zu Ihren Bedürfnissen.


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