Was weiß die Krankenkasse?

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rufus
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Re: Was weiß die Krankenkasse?

Post by rufus » Tue Jul 28, 2015 8:56

Ochnö wrote:Deine Sprechstundenhilfe braucht Nachhilfe!
Es ist das RECHT eines Patienten seine Unterlagen in den Raeumen seines Arztes einzusehen!Zudem ist im auf Verlangen eine kompletten Kopie seiner Akte gegen Kostenerstattung auszuhaendigen!
Eine Begruendung braucht es dafuer nicht!
Eine Unterschrift das das ARZT von seiner Schweigepflicht entbunden ist gegenueber der Versicherung - die holt im Falle des Falles dann die Versicherung von dir ein und legt sie dem ARZT vor.
Sprechstundenhilfen sind dabei irrrelevant-auch wenn sie sich dabei klein und uebergangen fuehlt,aber so ist es nun einmal. ;)
Das ich das Recht habe weiiß ich. Aber wo steht das? Hast Du gerade einen Link oder Paragraphen parat? Ein Teil der Ärzte will mir nämlich nur ein "Attest" ausstellen, und dafür wollen Sie dann horrende Gebühren (15 bis 20 €) haben. Bei mehreren Ärzten summiert sich das ganz schön.

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Ochnö
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Re: Was weiß die Krankenkasse?

Post by Ochnö » Wed Jul 29, 2015 2:01

Nochmal:
DU unterschreibst der Versicherung ein Papier das die Versicherung berechtigt Einblick in deine Krankenakte zu nehmen_soweit_dies_fuer_den_Abschluss_deiner_BU_noetig_ist.
Dies legt die VERSICHERUNG dann DEN AERZTEN vor die DU der Versicherung genannt hast.Die senden dann den Teil der Akte die fuer die Versicherung relevant ist der Versicherung in Kopie zu.(Also normalerweise die letzten 5 Jahre deiner Krankengeschichte.)
Offensichtlich kennen aber einige deiner Aerzte weder die Rechtslage
http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__630g.html

Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
§ 630g Einsichtnahme in die Patientenakte
(1) Dem Patienten ist auf Verlangen unverzüglich Einsicht in die vollständige, ihn betreffende Patientenakte zu gewähren, soweit der Einsichtnahme nicht erhebliche therapeutische Gründe oder sonstige erhebliche Rechte Dritter entgegenstehen. Die Ablehnung der Einsichtnahme ist zu begründen. § 811 ist entsprechend anzuwenden.
(2) Der Patient kann auch elektronische Abschriften von der Patientenakte verlangen. Er hat dem Behandelnden die entstandenen Kosten zu erstatten.
(3) Im Fall des Todes des Patienten stehen die Rechte aus den Absätzen 1 und 2 zur Wahrnehmung der vermögensrechtlichen Interessen seinen Erben zu. Gleiches gilt für die nächsten Angehörigen des Patienten, soweit sie immaterielle Interessen geltend machen. Die Rechte sind ausgeschlossen, soweit der Einsichtnahme der ausdrückliche oder mutmaßliche Wille des Patienten entgegensteht.
noch den Verfahrensablauf wenn es um eine Versicherung geht.Atteste sind dummes Zeug!
Derartige Nachfragen gibt es ja nicht nur bei BU,sondern durchaus auch bei Abschluss einer hoeheren LV Summe.Da wirst du dann auch meist zu einem Vertrauensarzt der Versicherung noch zuseatzlich geschickt.

Im uebrigen achte mal auf das"unverzueglich"im Absatz 1!
Da gibt es kein herumgezicke!
Denn da duerften keinerlei Therapeutische oder sonstige Gruende dem entgegenstehen.Zickt der Arzt macht er sich bereits mehr als angreifbar.
Dazu gibt es auch Stellungnahmen und Rechtliche Hinweise der Arztekammern fuer die Aerzte.

Nochmals-gehe zu einer Verbraucherzentrale!
Es gibt heute wohl immer noch ein paar Unterschiede in den Vertragsgestaltungen,gerade was den Umgang,im Falle eines Falles,mit deiner Krankengeschichte und deiner Selbstauskunft ueber deine Gesundheit betrifft.Dazu bin ich schon zu lange aus dem Bereich heraus und ein wenig solltest du auch selber tun ;)

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