Wieso weiß das Schließfach soviel über mich

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rufus
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Wieso weiß das Schließfach soviel über mich

Post by rufus » Mon Apr 21, 2014 14:22

Ich war erstmals nach langer Zeit im Fitnessstudio. Zutritt und Verlassen des Studios sowie das Spindschloss funktioniert über eine Karte, die einen Chip hat wie eine Telefonkarte. Man muss die Karte nur dranhalten um Schranke oder Schloss zu öffnen oder letzteres zu schließen, also nicht wie beim Geldautomat reinstecken.

Jetzt ist mir das passiert:
  • Konnte die Schranke problemlos öffnen und das Studio betreten
  • Das Schließfach konnte ich nicht verschließen, die rote LED hat geblinkt anstatt die grüne
  • Beim Verlassen konnte ich die Schranke zum Verlassen nicht öffnen (es gibt zwei Schranken, eine zum Betreten eine zum Verlassen).
Habe mir erst nichts dabei gedacht, da es mit der Karte schon öfter Probleme gab ohne ersichtlichen Grund, auch bei anderen Kunden offenbar. Die Frau hinterm Tresen musste die Schranke dann händisch freischalten.

Nachdem die Probleme zum dritten Mal in Folge aufgetreten sind, wollte ich dann, das die Sache geklärt wird. Die Frau hinterm Tresen wollte es dann "mit der Verwaltung" klären.
Herausgestellt hat sich dann:

Ich hatte kürzlich meinen Vertrag für einige Wochen stillgelegt. Nach Ablauf der Stilllegung hat es die Verwaltung offenbar verbumelt, den "Account" wieder freizuschalten. Die Durchführung der "Freischaltung" hat das Problem dann gelöst.

Was ich jetzt aber gar nicht verstehen kann:

Wie kommt die Information "Account ruht" an die Spindtür? Die Info kann nicht auf der Karte abgespeichert sein, weil die Karte anlässich der Stilllegung nicht aktualisiert wurde.

Dann müsste aber eigentlich das Schloss vom Spind mit einem zentralen Rechner verbunden sein, und jedes der ganzen Spindschlösser müsste jedes Mal die Gültigkeit einer Karte abfragen? Wie wäre das machbar? Über W-LAN oder Funk gar?

Kommt mir allerdings sehr aufwändig vor, zumal die Eingangsschranke seltsamerweise nicht "im Bild war".

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