Reisen

Wie man im täglichen Leben anonym bleibt. Diskussion und Erfahrungsaustausch.
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BillET
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Reisen

Post by BillET » Thu Sep 05, 2019 18:44

Russland abseits von Roter Platz, Wolga-Flusskreuzfahrt und Sankt-Petersburg-Museumstour ist kein Reiseziel für jedermanns Geschmack. Die meisten Städte sind keine Schönheiten, die Menschen wirken zunächst schroff, die Distanzen sind enorm.


Immer wieder wurde ich auf meiner Reise von Russen für verrückt erklärt - weil sie nicht verstehen, warum ich ausgerechnet ihr riesiges Land besuchte statt Thailand oder Mallorca. Dabei kann man Russland durchaus verfallen, wenn man sich auf seine Eigenheiten einlässt. Diese zehn Tipps helfen dabei.

Ersten Eindrücken misstrauen

Wer einen russischen Shop oder ein Restaurant betritt, löst damit meist etwa die Freude aus, die man auch einer mittelgroßen Kakerlake auf der Türschwelle entgegenbringen würde. Zunächst wird man ignoriert, dann als Störfaktor empfunden, weil man die hochverdiente Arbeitspause unterbricht. Zuletzt wird der Preis in einem Ton verkündet, wie ihn Filmbösewichte für Sätze wie "Mach ihn kalt" verwenden.

Und doch habe ich es mehrfach erlebt, dass die Stimmung umschlägt. Ich fragte in brüchigem Russisch nach dem Weg zum Bahnhof, und plötzlich nahm sich mein Gegenüber alle Zeit der Welt, um es mir zu erklären, und fragte nach meiner Reise und Herkunft. Ich bestellte noch einen Nachschlag von den Blini, und die Wirtin gab mir den Kaffee aus. Oft zahlt sich ein bisschen Geduld und Lockerheit aus, um den Menschen die Chance zum Auftauen zu geben.

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