Verschlüsselte Datenübertragung (auch E-Mail) pro und kontra

Fragen zur Organisation, spezielle technische Fragen zum Dienst,
JD-FoxUser
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Re: Verschlüsselte Datenübertragung (auch E-Mail) pro und ko

Post by JD-FoxUser » Sun May 03, 2015 14:05

OH, wow! Danke cane, IvanBliminse und xg27 für eure Antworten!
Bevor ich mir diese durchlese, möchte ich allerdings zunächst cane und "nichtbekannt" antworten.

@cane: Ich danke Ihnen für den wertvollen Link! Das dortige Zitat
"Man sieht es einer E-Mail nicht an, ob sie verschlüsselt ist oder nicht.
macht mich stutzig. Ich kenne mich mit kryptografischen und systeminternen Datenübertragungsmethoden zwar nicht so aus, aber wird bspw. eine E-Mail gescannt, ist es dann nicht ersichtlich ob Wörter darin vorkommen die es auch im Duden gibt, oder nur Buchstabensalat rauskommt? - sie also unverschlüsselt ist oder verschlüsselt?

@nichtbekannt: Danke "nichtbeannt", ich habe mir das Video angesehen und Frau Wagenknecht sagt ja auch, dass das große Problem ist, dass der Drang nach mehr Privatsphäre & überhaupt einer besseren Welt zwar vorhanden ist, aber dass sich trotzdem zu viele mit der allgemeinen Situation abfinden. Demnach ist es wohl (meinem derzeitigen Wissensstand entsprechend) nicht erfolgversprechend, sich zu verschlüsseln etc. in der Hoffnung, dass dies bald möglichst viele tun, um dann den Entschlüsselungsaufwand für die Spione ins Unermessliche zu treiben - und mehr Sicherheit zu gewinnen und in der Masse unterzugehen.
Außerdem: Wer sagt denn, dass wir mit diesem "Trick" gewinnen würden? Glaubt hier jemand, die Geheimdienste würden sich geschlagen geben? Dann gibt es halt bald Zwangsverbote für Verschlüsselung und wer es weiterhin tut, wird aufgespäht und muss Strafe zahlen etc. Was denkt ihr, wie schnell plötzlich viele (besonders wir Deutschen) wieder kuschen und schön machen würden, was uns die "Führungsspitze" alias Politik oder Konzerne vorgibt... :roll:
Demnach suche ich nach einem einigermaßen sicheren Weg für die Privatsphäre der Wenigen von uns, die sich intensiv mit dem Thema beschäftigen und mehr Ahnung von technischen Möglichkeiten haben. Also keine Mainstream-Lösung, die eh auf Dauer nix bringen würde. Das sehe ich auch nicht als böse Ausgrenzung der „Unbedarften“, sondern sehe es so wie xg27:
xg27 wrote:Und der Mensch verdient nur jene Rechte die er auch bereit ist notfalls zu verteidigen.
(Kinder mal ausgenommen, die werden ja auch noch nicht so ausgespäht, sofern sie nicht schon ein Smartphone besitzen aber das ist dann Mitschuld der Eltern).
Und wer halt nicht die Muße hat, sich mit Privatsphäre, einem der größten GRUNDRECHTE schlechthin auseinanderzusetzen, der/dem ist sie meiner Ansicht nach tief im Inneren auch gar nicht so wichtig. Das kann ich aus Gesprächen mit vielen meiner Mitmenschen (die technisch eher unbedarft sind) leider nur bestätigen. Wenn man sich den gesellschaftlichen Wandel anschaut, dann sieht man ja auch wie es in den meisten Köpfen dazu denkt - also wäre eine Mainstream-Lösung auch aus dem Grunde meiner Erkenntnis nach unnötig und nur Zeit- und Kraftverschwendung. :(
Man muss im Krieg (wenn ich mal dieses „weltweite Datenschützer gegen Spionagemenschen“ als Krieg bezeichne) dem Feind immer 3 Schritte (oder so) voraus sein. Demnach werden wohl die Spionagemenschen (worunter ich Geheimdienste, -unternehmen und Politik zähle) schon längst einen oder gar mehrere Pläne haben was sie tun, wenn es zu einer weit verbreiteten Anwendung von Datenverschlüsselung käme. Wir können nur darauf hoffen, dass wenn wir einen besseren 3-Schritte-weiter-Plan haben, sie auf DIESEN noch nicht gekommen sind oder zumindest nicht damit rechnen. Da käme es uns Wenigen dann auch wieder zugute, dass wir Deutschen als dahingehend dumme und harmlose Schafe angesehen werden. Man sollte auch im „Krieg“ (den ich an sich verabscheue) nie seine Taktik oder Waffen präsentieren, sondern immer bis zuletzt geheim halten, um so den Überraschungseffekt auszulösen. Der öffentliche Trend hin zu mehr Verschlüsselung hat diesen Effekt schon lange nicht mehr und wird von der Gegenseite wahrscheinlich schon hinlänglichst erwartet. :(

Fazit:
Leider kann ich nur die Nachteile und vor allem Ineffektivität der momentanen Datenschutzbewegung herausstellen, aber keinen besseren Weg anbieten. Daher suche ich nun an diesem Ort nach anti-mainstream-Lösungen oder -Lösungsansätzen. Wenn hier also jemand welche weis, dann: Immer her damit! ;)

IvanBliminse
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Re: Verschlüsselte Datenübertragung (auch E-Mail) pro und ko

Post by IvanBliminse » Sun May 03, 2015 15:54

(Kinder mal ausgenommen, die werden ja auch noch nicht so ausgespäht, sofern sie nicht schon ein Smartphone besitzen aber das ist dann Mitschuld der Eltern).
Dazu passend:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/ ... 76510.html :D

JD-FoxUser
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Re: Verschlüsselte Datenübertragung (auch E-Mail) pro und ko

Post by JD-FoxUser » Tue May 05, 2015 12:26

So, nun zu euch anderen. :)

@IvanBliminse: Ja, sofern es nicht andere, mir noch nicht bekannte Möglichkeiten gibt, muss man leider abwägen. Auch an Sie/dich die Frage:
1) Warum ist E-Mail Verschlüsselung im allgemeinen Traffic nicht von einer normalen E-Mail unterscheidbar?
IvanBliminse wrote:Also was möchte man? Das die Tracker alles wissen oder das sie zwar wissen das man Tor/JonDo verwendet aber sonst nichts sehen können.
2) Ja, dahingehend weiterführend meine Frage ob wenn man Tor/JonDo/etc. verwendet, extra viel Daten über einen gesammelt werden, gerade weil man doch durch die Verschlüsselung verdächtig wirkt? Oder sind es maximal genauso viele Daten? Die Frage beschäftigt mich, weil ich mich nie ausschließlich verschlüsselt bewege. Da ich momentan noch nicht die Premiumdienste von JonDo nutze, muss ich wegen der geringen free-Übertragungsrate bspw. Streaming (z.B. Youtube) unverschlüsselt nutzen (also ohne JonDo). :?

3) Dazu noch eine Frage: Kann mein verschlüsselter Traffic ohne großen Aufwand in Verbindung mit meinem unverschlüsselten Traffic gebracht werden? D.h. wenn einer mitkriegt dass ich verschlüssele, er automatisch ausfindig machen kann, was ich nicht verschlüssele? Ich denke, das steht vermutlich irgendwo im https://www.privacy-handbuch.de , aber ich hatte noch nicht die Zeit es weitgehend durchzulesen.

P.S. Okay, das mit der Barbie ist echt heftig. Danke für den aufklärerischen Link!


@xg27: Ja legale Mittel. Illegale Mittel interessieren mich nicht. Ebenso habe ich auch nur Angst vor den ganzen BigData-Firmen, nicht vor dem BKA. Außer ich werde durch das Leveln in eine Verbindungskette mit irgendwelchen Kriminellen gebracht, mit denen ich zwar über 4 Ecken durch Bekannte verbunden sein soll, aber die ich selbst noch nie gesehen habe. :(

I) Wie meinen Sie das mit den Repressalien, die viel eher von meinen Mitmenschen kommen als von Behörden?

Ja, Diskussionen sind wichtig, aber noch wichtiger ist das daraus folgende gesellschaftlich verbreitete Handeln. Das wiederum vermisse ich schmerzlich. Dieses Privacy-Thema ist vermutlich für die größte Bevölkerungsschicht (30+) noch zu jung und außerdem aufgrund des darin nicht so ausgeprägten technischen Wissens, zu kompliziert.
xg27 wrote:Eine Kriminalisierung der Anonymitaet mit Verweis auf Verbrechensbekaempfung waere so wie etwa eine Kriminalisierung aller Autofahrer mit dem Verweis darauf, dass in jedem Auto ein fluechtiger Bankraeuber sitzen koennte.
Hahaha das ist ein toller Vergleich! :D

Zum Videolink: Ja, WIR sollten es eigentlich bestimmen, wie WIR leben sollen. Jedoch wurde dieses Wissen im Laufe der Geschichte immer wieder von den Herrschenden unterdrückt und kam nur selten weiter verbreitet ans Tageslicht. Ihre Erkenntnis mit den zwei Gruppen finde ich treffend! Leider folgt aber daraus dass, wie ich schon erwähnte, sich eine umfassende mainstream-Privacy-Lösung (sofern es eine gibt) wohl nur sehr unwahrscheinlich etablieren würde. Daher finde ich es unausweichlich dass sich die Menschen, die Ahnung von der technischen Realisierbarkeit von Anon-Lösungen haben, darauf beschränken, sich selbst und anderen Menschen zu helfen die ebenfalls bereit sind sich etwas mehr mit den Möglichkeiten des Privatssphäreschutzes auseinanderzusetzen. Dass die "Unbedarften" dann aussen vor gelassen werden, sehe ich aufgrund ihrer Ignoranz und Selbstverantwortungs-Abschiebung als gerecht an.

IvanBliminse
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Re: Verschlüsselte Datenübertragung (auch E-Mail) pro und ko

Post by IvanBliminse » Tue May 05, 2015 19:39

Generell, weniger Verschlüsselung ist das Problem sondern Anon-Tools wie Tor.

1.Wie gesagt in der normalen Massenüberwachung, normal nicht. Würde zwar mit DPI(Deep-Packet-Inspection) funktionieren, aber der Mail-Traffic ist verschlüsselt, wodurch DPI nicht in die Mail hinein schauen kann und somit nur weiß das es eine Mail ist, mehr aber auch nicht.
Ohne Verschlüsselung, könnte man den Inhalt ansehen und somit auch einfach das Open-Pgp-Format erkennen.

2. Ja. Legen zumindest die Snowden Dokumente nahe. Weniger wegen der Verschlüsselung, sondern wegen der Anon-Werkzeuge. Vor allem eben Tor, Jondo spielt nicht so eine Rolle bzw. gar keine. (Bzgl. Jondo, muss das aber auch nicht mehr der aktuelle Stand sein.)

3. Also Tor/Jondo Traffic und normaler Traffic ohne diese Werkzeuge. Ja, wenn z.B. zunächst in Facebook/Mail/also irgendein Account mit Tor/Jondo eingeloggt wird und dannach ohne Tor/Jondo.
Oder wenn bspw. versucht wird ein Video zu schauen über Tor/Jondo, dann merken es lädt nicht und kurz darauf ohne Tor/Jondo das Video anschauen. Hier lassen sich auch Rückschlüsse ziehen.
Wie schon erwähnt für sowas ist das berühmte XKeyscore wunderbar geeignet. Also Vorsicht und die unterschiedlichen Sessions voneinander trennen.

Wegen dieser Barbie, dass wirklich schlimme ist, dass sowas zum Standard in Spielzeug werden soll. Sprich, die ganzen Kinder wachsen mit sowas auf und akzeptieren bzw. werden das als normal ansehen. Ständige Übertragung aller Umgebungs-Daten. Traurige Zukunft oder Innovation?

xg27
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Re: Verschlüsselte Datenübertragung (auch E-Mail) pro und ko

Post by xg27 » Wed May 06, 2015 1:04

JD-FoxUser wrote:Dass die "Unbedarften" dann aussen vor gelassen werden, sehe ich aufgrund ihrer Ignoranz und Selbstverantwortungs-Abschiebung als gerecht an.
Das ist nicht mal eine Frage der Gerechtigkeit sondern eine Frage der Machbarkeit.Leuten die es nicht wissen WOLLEN kann man nicht helfen.Solche Leute kann man eigentlich nur beschei*en oder ihnen aus dem Weg gehen.
Zum Videolink: Ja, WIR sollten es eigentlich bestimmen, wie WIR leben sollen. Jedoch wurde dieses Wissen im Laufe der Geschichte immer wieder von den Herrschenden unterdrückt und kam nur selten weiter verbreitet ans Tageslicht.
Stimmt nicht. Wenn Sie und ich in der Lage sind dieses [Wissen] zu verstehen, dann koennen das auch alle anderen.Vorausgesetzt, sie WOLLEN es verstehen.

Tatsaechlich SIND WIR ES, die unser Leben bestimmen; durch unsere taeglichen Entscheidungen und Handlungen.Das Crux dabei ist, dass wir unsere Gesellschaft KOLLEKTIV bestimmen.Wenn die meisten Leute bedingungslos dem Geld hinterher laufen dann sind eben in unserer Gesellschaft Jene, die viel Geld haben, stark und maechtig.Wenn fast alle Leute cokacola kaufen und auch trinken dann wird eben das Unternehmen cokacola stark und maechtig.Und da dieser Sachverhalt unbequem ist haben die Schildbuerger fuer die Schildbuerger das Maerchen erfunden, dass wir unter der Faust der 'Herrschenden' leben.

Und mit diesem Maerchen verdammen sich die Schildbuerger selbst.Eigentlich ist 'verdUmmen' das richtige Wort, aber da hat man wohl vor langer Zeit eine Vokalverschiebung gemacht um die Verantwortung dafuer an irgend eine hoehere Gewalt abzuschieben.
I) Wie meinen Sie das mit den Repressalien, die viel eher von meinen Mitmenschen kommen als von Behörden?
Titel: Soziales Diktat
Wenn alle Leute mitspielen dabei [um ihren Geschaeften ungestoehrt nachgehen zu koennen] dann werden Sie als Spielverderber und als Geschaeftsstoehrung gesehen.Und auch so behandelt.

Titel: Nicht gut Kirschen Essen
Wenn Sie jenen Leuten, die sich so lange dumm gestellt haben dass sie jetzt ueberzeugt davon sind tatsaechlich dumm und hilflos zu sein; wenn Sie solchen Leuten durch Ihr Beispiel demonstrieren dass es auch anders geht, dann bringen Sie deren Luegengebaeude zum Einsturz.Und das moegen die Goetzenanbeter gar nicht gern.Fallweise werden sie dann sogar richtig aggressiv.

Titel: Behoerden
Fuer Behoerden werden Sie normalerweise erst interessant wenn Sie als 'Meinungsmacher' eingestuft werden.Und selbst dann bei Weitem nicht fuer alle Behoerden.
Prominentes Beispiel:
Pontius Pilatus WAR die Behoerde; und er wollte Jesus [den Meinungsmacher] NICHT verurteilen.

JD-FoxUser
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Re: Verschlüsselte Datenübertragung (auch E-Mail) pro und ko

Post by JD-FoxUser » Sun May 10, 2015 15:37

@IvanBliminse:
Warum ist Verschlüsselung weniger das Problem, sondern Anon-Tools wie Tor?

1. Was meinen Sie mit
IvanBliminse wrote:Wie gesagt in der normalen Massenüberwachung, normal nicht.
? Verstehe ich das richtig, dass DPI bei Verschlüsselten Mails nicht erkennen kann, das diese evrschlüsselt sind? Nein oder?

2. Aha, DAS wollte ich wissen, danke! Mit Tor wars mir schon bekannt. Muss ich noch Überwachung fürchten, wenn ich vor 5 Jahren mal kurzzeitig Tor genutzt habe?
Bzgl. JonDo: würde das ja ebenfalls bedeuten, dass die Schnüffler die Mixe beobachten würden/müssten. Ginge das?, weil die Mixe doch eh nix loggen. Oder bringt Ausspähen meines PCs ob ich z.B. JonDo installiert habe, schneller Erfolge?

3. Hmmm das hatte ich schon vermutet bzw. beim Video-nicht-laden auch in der Anfangszeit öfters so gemacht (ist ja logisch)... :( Auch hier die Frage wie bei Tor ob (z.B. die Snowden-Dokumente) eine "Verjährungsfrist" andeuten, wenn man sowas mal tat oder ob man dann für immer überwacht wird?

Barbie: Baldiger Standard? OMG, könnte man den Daten-Empfängern mehr vertrauen, würde ich ja sagen: Gut z.B. im Falle von Kindesentführung sofern sie solch ein Peilsender-Spielzeug dabei haben. Aber ansonsten: Traurige Zukunft.


@xg27:
xg27 wrote:Das ist nicht mal eine Frage der Gerechtigkeit sondern eine Frage der Machbarkeit.Leuten die es nicht wissen WOLLEN kann man nicht helfen.Solche Leute kann man eigentlich nur beschei*en oder ihnen aus dem Weg gehen.
Vollkommen Ihrer Meinung! :)
xg27 wrote: Wenn Sie und ich in der Lage sind dieses [Wissen] zu verstehen, dann koennen das auch alle anderen.Vorausgesetzt, sie WOLLEN es verstehen.
Naja, das technisch benötigte KnowHow über Schnüffel- & Abwehrtechniken ist schon nicht gering! Also fallen die Dümmeren und allgemein Technik-Uninteressiertere (z.B. viele Frauen & Ältere) schonmal weg. Aber Voraussetzung zum Verstehen-Wollen ist auch erstmal die Kenntnis, dass es solch ein Wissen überhaupt gibt. Ich kenne viele, die haben vor NSA &Co. nie etwas davon gehört, dass wir ausgespäht werden. Für sie war das vergangene DDR-Stasi-Zeit. Warum? Weil es in den Medien im Auftrag der Herrschenden hauptsächlich unterdrückt wurde. Und wenn, dann kam es nur in den Latenight-Talkshows ans Licht - zu der Zeit wo aber die meisten Filme schauen oder schlafen. :(
xg27 wrote:Wenn die meisten Leute bedingungslos dem Geld hinterher laufen dann sind eben in unserer Gesellschaft Jene, die viel Geld haben, stark und maechtig
Sehr gute Erkenntnis! Leider werden wir von Kind an vielfältig so gepolt, dass wir dem Trend mitlaufen. Und was man seit Kindestagen als Lebenswahrheit eingeflößt bekommt, ist nur schwer wieder herauszubekommen, denn Weltbilder brechen dann zusammen. Aber Sie haben Recht: Gemeinsam wären wir viel mächtiger, als die jetzigen Mächtigen. Nur an dem "gemeinsam" hapert es leider, weil uns der Gemeinschaftssinn mit Konsum, Neid und Konkurrenzdenken ausgetrieben wird.
xg27 wrote:Und mit diesem Maerchen verdammen sich die Schildbuerger selbst.Eigentlich ist 'verdUmmen' das richtige Wort, aber da hat man wohl vor langer Zeit eine Vokalverschiebung gemacht um die Verantwortung dafuer an irgend eine hoehere Gewalt abzuschieben.
Hahaha, wie wahr!

Titel Soziales Diktat: Ich habe leider immer noch noch nicht verstanden, was Sie mir damit sagen wollen :(
Titel Nicht gut Kirschen essen: Ja, so ist es leider. Wir Menschen verharren immer zusehr auf unseren gefestigten Meinungen. Unser Gehirn will damit für Koninuität & damit für Sicherheit sorgen - insbesondere im höheren Alter.
Titel Behoerden: Aha, okay. Danke für diese Info!

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Ochnö
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Re: Verschlüsselte Datenübertragung (auch E-Mail) pro und ko

Post by Ochnö » Sun May 10, 2015 20:17

Titel Soziales Diktat: Ich habe leider immer noch noch nicht verstanden, was Sie mir damit sagen wollen
Ist dir das noch nie passiert-das du eine von der Mehrheit abweichende Meinung vertreten hast,ueber einen gewissen Zeitraum und die Mehrheit aus Menschen bestand mit denen du und sie mit dir,aufgrund von Sachzwaengen,kooperieren musstest?
Generell kannst du davon ausgehen das speatestens dann das Mobbing startet. ;)

Soziales Diktat=Hitlerjugend,FDJ,Maenner sind Hetero usw."Wir"Maenner haben kurze Haare,"Wir Frauen"schminken uns,haben lange Haare und tragen hohe Hacken.
In entsprechender Runde einfach mal dagegen argumentieren und schon hast du deinen shitstorm-oder sei als'Mann'einfach gay-oder trage als Frau Hosen,kurze Haare,schminke dich nicht und laufe auf flachen Sohlen("muss 'ne Lesbe sein").

Soziales Diktat:
"Verschluesselung"ist doof-warum willst du\machst du das?(Ich bin zu bloed dafuer warum macht der das-will er besser erscheinen als ich?)
Tor\JonDo-wozu,macht das surfen unbequem
(ansonsten siehe oben)usw.

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Re: Verschlüsselte Datenübertragung (auch E-Mail) pro und ko

Post by xg27 » Sun May 10, 2015 22:45

JD-FoxUser wrote:
xg27 wrote: Wenn Sie und ich in der Lage sind dieses [Wissen] zu verstehen, dann koennen das auch alle anderen.Vorausgesetzt, sie WOLLEN es verstehen.
Naja, das technisch benötigte KnowHow über Schnüffel- & Abwehrtechniken ist schon nicht gering!
Nein. Ich meinte das Wissen um unsere Selbstbestimmung. Wenn jemand auf die [vermeintliche] Unterdrueckung dieses Wissens verweist dann deklariert er damit indirekt, dass er dieses Wissen verstanden hat.

Trotz dessen [vermeintlicher] Unterdrueckung.

btw, ein einfacher Weg um sich ueber Tracking schlauer zu machen,ist 'ip-check.info'.Rufen Sie die Seite auf und machen Sie einfach den Browser-Test. Dann den Cursor auf die Felder der einzelnen Ergebnisse, und die Seite erzaehlt Ihnen mehr darueber.

Titel Soziales Diktat: Ich habe leider immer noch noch nicht verstanden, was Sie mir damit sagen wollen :(
Soziales Diktat ist eigentlich einfach eine Wucherung des Konsenskonzeptes, ueber seine zweckmaessigen Grenzen hinaus.

Wenn Leute miteinander reden wollen, dann muessen sie sich auf eine gemeinsame Sprache einigen die alle verstehen.Das ist zweckmaessiger und notwendiger Konsens.

Wenn aber dann alle das Gleiche sagen sollen; das ist soziales Diktat.
Nur an dem "gemeinsam" hapert es leider, weil uns der Gemeinschaftssinn mit Konsum, Neid und Konkurrenzdenken ausgetrieben wird.
Achso?
Und von wem wird uns das ausgetrieben; von David Icke's Echsen-Aliens etwa?

Waere es da nicht besser wenn wir, anstatt uns von Anderen irgendetwas austreiben zu lassen,uns selbst unsere eigenen Daemonen austreiben wuerden?

Angefangen mit dem daemonischen Glauben daran, dass Andere uns irgend etwas 'austreiben' koennen ohne dass wir das auch zulassen.

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Re: Verschlüsselte Datenübertragung (auch E-Mail) pro und ko

Post by JD-FoxUser » Mon May 11, 2015 23:16

Aha, jetzt habe ich die Sache mit dem sozialen Diktat verstanden, danke. :) In dem Beitrag von xg27 ging es anfangs darum, dass man Probleme nicht von den Geheimdiensten, sondern viel wahrscheinlicher von uneinsichtigen Mitmenschen, Kommunikations- & Geschäftspartnern bekommt, weil jene verschlüsselte Kommunikation als zu aufwendig betrachten und daher nicht mitmachen. Auch den anderen angesprochenen Aspekten sozialer Diktate kann ich nur zustimmen.


Offtopic:
xg27 wrote:Nein. Ich meinte das Wissen um unsere Selbstbestimmung. Wenn jemand auf die [vermeintliche] Unterdrueckung dieses Wissens verweist dann deklariert er damit indirekt, dass er dieses Wissen verstanden hat.
Ach so meinten Sie das. Ja, das stimmt.
xg27 wrote:Achso?
Und von wem wird uns das ausgetrieben; von David Icke's Echsen-Aliens etwa?
Vielleicht sind diese (wie man sie auch betiteln mag) die Auftraggeber - umgesetzt wird es täglich von Politik, Konzernen & Medien. Und da wir seit kleinauf diese Werte vorgelebt & eingeflößt bekommen, ist sich dagegen zu wehren - auch aufgrund von noch mehr dadurch verursachten Ärger (zB. Mobbing) - kaum bis gar nicht lohnenswert. :( Anstatt die Schuldigen zu verurteilen, lieber bei sich selbst anzufangen ist jedoch trotzdem der Erfolgs-versprechendere Ausweg, da stimme ich Ihnen zu. /Offtopic


Verschlüsselte Kommunikation: @IvanBliminse: Nach nochmaligem Lesen habe ich jetzt verstanden, was Sie bei meiner Frage 1) meinen (glaube ich zumindest): Egal ob ich meine Mail mit PGP verschlüssele oder nicht, mit SSL/TLS wird sie ohnehin nochmal "außenrum" verschlüsselt, sodass man den evtl. verschlüsselten PGP-Inhalt eh nicht sehen könnte, ohne bei jeder Mail SSL/TLS knacken zu müssen (was aber bei der Masse an Mails unmöglicher Aufwand wäre). Stimmt das so?

JD-FoxUser
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Re: Verschlüsselte Datenübertragung (auch E-Mail) pro und ko

Post by JD-FoxUser » Wed May 20, 2015 8:25

Hallo. Damit hier nicht die Übersicht verloren geht, nun nochmal meine letzten Fragen aufgelistet:

1. Habe ich das richtig verstanden, dass zB. die PGP-Verschlüsselung von Mails im Inet gar nicht sichtbar ist, weil drumherum ohnehin nochmal mit SSL/TLS verschlüsselt wird?

2a. Es wurde bereits geklärt, dass man durch Anon-Tools eher verdächtig wirkt, als durch verschlüsselte Verbindungen allgemein. Bei Tor werden ja einige Server observiert, bei JonDonym ist dies doch aber ohne richterichen Beschluss zur Verbrecherjagd gar nicht möglich und selbst dann auch nicht, weil die Server nix loggen - oder bin ich da nicht mehr auf dem richtigen Stand der Dinge?

2b. Wäre JonDo ein "Verdächtigkeits-Verursacher", wie könnte ich durch dessen Benutzung auffallen? Durch die Erkenntnis einer Site, dass ich z.B. von der IP des Freigeld-Severs komme? Oder durch Spionage, ob ich JonDo installiert habe?

3. Muss ich noch Überwachung fürchten, wenn ich vor 5 Jahren mal kurzzeitig Tor genutzt habe/ steht man bei solchen Aktivitäten ewig auf einer Art "Observe-List"?

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