Linux & JonDo

Fragen zur Organisation, spezielle technische Fragen zum Dienst,
blympson
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Re: Linux & JonDo

Post by blympson » Tue Dec 17, 2013 8:06

xg27 wrote:Windoze laeuft auf der ganzen Hardware weil die Hardware Windoze-kompatibel gebaut wird.
Sorry, auf derartiges Simpel-"Niveau" begeb ich mich nicht. Das ist klischeebehaftete Schublade - aber nicht ernstzunehmen. Wer's braucht...

Es gibt ueber 100 Linuxe (...)
Ja, aber wie bereits erwähnt, linux hatte seine Chancen (seit mind. 10 Jahren), hat sie nicht wirklich genutzt. Die Messen sind gelesen. Von einer eierlegenden Wollmilchsau-Disribution war nicht ansatzweise die Rede. Das ist eher die (übliche) Ablenke von der Wirklichkeit.

Wir sind es die sich aendern muessen, nicht Linux.
Auch das ist (leider) nicht realistisch.
Verhaltensänderung bei homo sapiens geht heute in erster Linie, wenn überhaupt, dann über's Portemonaie o.ä. Ansonsten ist und bleibt diese Spezies zunächst mal ego-zentriert, wie eig. die gesamte Zeit ihrer Genese. Soll heißen, Apelle et al. sind unsinnig, weil nie zielführend.
Was bringt/brächte dem Durchschnitts-Anwender ein Wechsel zu linux? Viel Umgewöhnung/Bastelei/teils Ärger etc.
=> führt im allgemeinen zu: ausprobiert, "funktioniert nicht so richtig", weg. etc.
Bedeutete im Umkehrschluss: erfolgversprechender wäre es da schon, wenn linux sich deutlicher der Realität stellte, als nach wie vor (gern mit leicht erhobenem Zeigefinger) dem Bastelwahn etwas zu sehr zu frönen...
Und wenn ich den linux-Ansatz nicht verkehrt finde - meinereiner kommt damit auch gut klar. Aber eine signifikant größere Menge an Anwendern wird so niemals erreicht werden. Und dafür gibt es Gründe. Die in erster Linie bei linux zu suchen sind. Und nicht bei der pöhsen Welt...

cane

Re: Linux & JonDo

Post by cane » Tue Dec 17, 2013 8:20

würde ich von Mac zu Linux wechseln. Gibt es auch für diesen Fall sinnvolle Empfehlungen?
Wenn unsere Live-CD problemlos läuft, dann würde ich Debian nehmen. Es gibt eine gute Mac-Community bei Debian, die unkompliziert weiterhilft, mit etwas älterer Hardware gibt es keine Probleme, robust und keine übermäßige Hektik bei der Jagd nach neuester Software - Debian ist ein Arbeitstier.

Dann will das Wlan y nicht wirklich. Und man darf sich durch 15 Seiten merkwürdigste "Abhilfe-Anleitungen" fräsen. etc. pp...
Das ist bei Windows auch so, wenn man versucht, ein ganz normales Windows auf einem Laptop ohne Treiber-CD des Herstellers zu installieren. (Ich habe es vor einigen Wochen für einen Freund versucht, am WLAN gescheitert, für Linux gab es wenigstens eine Anleitung.)

Die vorinstallierten Windowse auf den gekauften Laptops/PCs haben meistens eine extra CD mit herstellerspezifischen Treibern dabei. Das müsste man sich alles selbst zusammensuchen, wenn man ein "Windows von der Stange" selbst installieren wollte. Aber viel Erfahrung habe ich mit Windows nicht.

Ich vermute, die Situation ist bei einem "Windows von der Stange" nicht besser als bei Linux. 95% der Rechner (oder mehr) kann man problemlos mit den Standard-Distris installieren, bei 5% gib es Treiber-Probleme.

(Bis auf das eine WLAN-Problem, mit dem Windows auch nicht zurechtkam, hatte ich noch nie Probleme mit der automatischen Hardware-Erkennung bei der Linux Installation. Das man sich durch 15 Seiten lesen muss, entspricht nicht meinen Erfahrungen.)

xg27
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Re: Linux & JonDo

Post by xg27 » Tue Dec 17, 2013 9:05

blympson wrote:Auch das ist (leider) nicht realistisch.
Verhaltensänderung bei homo sapiens geht heute in erster Linie, wenn überhaupt, dann über's Portemonaie o.ä. Ansonsten ist und bleibt diese Spezies zunächst mal ego-zentriert, wie eig. die gesamte Zeit ihrer Genese. Soll heißen, Apelle et al. sind unsinnig, weil nie zielführend.
Ein Leben in Kapitulation ist nicht lebenswert.



Natuerlich ist fanatisches Rebellentum auch nicht besser; eher schlimmer.
Imho liegt die Loesung darin, im jeweiligen Fall abzuwaegen wie man agiert. Es gibt immer wieder Leute die nur dieses eine richtige Wort zur richtigen Zeit brauchen.
Und die open-source (Linux) user sind , glaube ich, doch in den letzten Jahren mehr geworden.

cane

Re: Linux & JonDo

Post by cane » Tue Dec 17, 2013 9:15

Und die open-source (Linux) user sind , glaube ich, doch in den letzten Jahren mehr geworden.
Ein Stichwort: Android ;-)

Android zeigt aber auch, dass denjenigen, die nur ein bischen Klicki-Bunti wollen, einfach nicht geholfen ist, wenn Linux draufsteht.

Es geht darum, sich mit dem Problem "Computer + Software" zu beschäftigen. Dafür bietet ein stark modulares System viel mehr Möglichkeiten. Wer es als Zumutung empfindet, sich mit der Materie zu beschäftigen und auch mal eine Anleitungen zu lesen, dem hilft auch Linux nicht. (Beispiel: Canonicals Ubuntu muss man selbst bei fehlerfreier Installation "nachbearbeiten".)

xg27
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Re: Linux & JonDo

Post by xg27 » Tue Dec 17, 2013 11:25

cane wrote:
Es geht darum, sich mit dem Problem "Computer + Software" zu beschäftigen. Dafür bietet ein stark modulares System viel mehr Möglichkeiten. Wer es als Zumutung empfindet, sich mit der Materie zu beschäftigen und auch mal eine Anleitungen zu lesen, dem hilft auch Linux nicht.
Wer wuerde denn eine Kettensaege in Betrieb nehmen ohne zu wissen wie er das Geraet beherrscht?

Und was, wenn der Verkaeufer der Kettensaege sagt dass seine Firma die Saege aus der Ferne kontrolliert und das alles "ganz sicher" ist?

Was dann?


*teufelchen kichert*

pumpkin
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Re: Linux & JonDo

Post by pumpkin » Tue Dec 17, 2013 13:21

... zurück zum Thema.
cane wrote:
Ich hätte gedacht, daß man davon besser die Finger läßt...
Es stellt sich also die Frage, welche Linux-Distribution man einem willigen Umsteiger von Windows empfehlen kann. Vorschläge? Vielleicht LMDE?
Ich wundere mich ein wenig über das erste Fragezeichen, weil bereits hier in der kleinen Welt dieses thread alle Vorschläge für einen Einstieg in die große weite Linux-Welt vorliegen.

Also bitte nicht wieder "Zurück auf Los!", sondern das Zusammengetragene endlich einfach nutzen!

- Die Idee, es zunächst mit Live-Versionen einer Distro zu versuchen:
viewtopic.php?p=35364#p35364
viewtopic.php?p=35374#p35374
viewtopic.php?p=35437#p35437

- Dann das Puppy-Tutorial, an dessen Gelingen Sie mitgewirkt haben
viewtopic.php?f=9&t=7949

( Wohlgemerkt! Puppylinux ist imo auch in allen Spielarten nicht alltagstauglich, weil der Nutzer stets mit root-Rechten unterwegs sein muß )

- um dann im Idealfall bei Debian zu landen.
viewtopic.php?p=35442#p35442

Und wenn es dazu dann Fragen geben sollte, gerne... und dieser thread erfüllte seinen Zweck.

Fangen wir also an mit einer auf einem optischen Laufwerk oder einem USB-Stick installierten Live, dem ersten Schritt? Vielleicht springt ja wieder ein klasse Tutorial heraus.

pumpkin
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Re: Linux & JonDo

Post by pumpkin » Tue Dec 17, 2013 18:24

cane wrote:Vorschläge? Vielleicht LMDE?
Kommen wir also zum zweiten Fragezeichen.

In diesem Thread ist dazu eine grundsätzliche Frage gestellt,
Warum eigentlich Mint's Debian-Edition? Debian sozusagen aus Zweiter Hand.

Warum nicht gleich das Original? Das erspart die Probleme.
aber nur indirekt damit beantwortet worden.
cane wrote:
xg27 wrote:Anfang Oktober kam beim Installieren das Update pack7 fuer LMDE eine Warnung:

"Achtung, Teile der Software koennen nicht authentifiziert werden, sie koennen auch aus fremden Quellen stammen"
Sieht mir eher nach einem Problem bei Mint aus.

Die Ursache des Problems ist eigentlich, dass LMDE die Software nicht selbst kompiliert und in einem eigenen Repository zum Download bereitstellt, sondern aus den Debian Repositories "testing" (nicht "stable"!) etwas herunter lädt, was die Mint-Leute nicht beeinflussen können (in der Hoffnung, dass es schon irgendwie passen wird, was die Debian-Leute machen).
Das wäre das eine Bedenken, diese gewisse Instabilität der Distro.

Darüberhinaus spräche auch, imo vor allem gegen ihre Verwendung, daß die ihrem eigenen Anspruch nach "sichere" Linux Mint Debian-Edition (LMDE) keine komplette Verschlüsselung des Computers als Alternative zur Verschlüsselung von Dateien sowie ausgesuchter Bereiche der Festplatte kennt, und zwar seit ihrem neu Erscheinen von vor zwei Jahren. (Übrigens, auch die normale Linux Mint-Version trägt dieses Manko mit sich herum, und das seit dem initial release im Jahr 2006.)

Irgendwie scheinen Clement Lefebvre und seine Mint-Leute notorisch keinen Draht dafür zu haben, was in einschlägigen Kreisen als effektivste Maßnahme der Sicherung von eigenen Daten gehandelt wird. Andere Linux-Distributionen brächten diese Vollverschlüsselung bereits von Haus aus mit sich.

Mir ist sowas unerklärlich.

bodman

Re: Linux & JonDo

Post by bodman » Tue Dec 17, 2013 20:00

xg27 wrote: Werden Sie sich zuerst klar darueber, WARUM Sie zu Linux wechseln wollen.
Der Hauptgrund ist meine Sympathie für den Open Source - Gedanken, ein zweitrangiger mein Überdruss gegenüber dem elitären Getue eines Teils der Apple - Gemeinde.
xg27 wrote:Wenn Sie einfach nur ein System durch ein anderes erstzen wollen damit JonDoBrowser darauf laeuft, dann sind Sie wohl mit Windoze am Besten beraten.
Das sehe ich nicht so. Ich nutze JonDonym nun seit mehr als drei Jahren auf meinem Mac, vollkommen problemfrei ohne jegliche Komplikationen. Alles läuft wie ein Uhrwerk. Blicke ich auf die letzten Jahre im Forum zurück, dann scheint es mir dass Windows/Linux - Nutzer deutlich häufiger Probleme haben. Aber selbst wenn mich mein Eindruck täuschen sollte: besser als 100% zuverlässig kann ein System ja nicht laufen.

(Dazu kommen noch meine Vorbehalte gegenüber Windows bzgl Sicherheit (Viren) und die graphische Oberfläche, die mir nicht gefällt. Das Auge isst ja bekanntlich auch mit. Aber das nur am Rande.)
cane wrote:Wenn unsere Live-CD problemlos läuft, dann würde ich Debian nehmen. Es gibt eine gute Mac-Community bei Debian, die unkompliziert weiterhilft, mit etwas älterer Hardware gibt es keine Probleme, robust und keine übermäßige Hektik bei der Jagd nach neuester Software - Debian ist ein Arbeitstier.
Diese Argumente leuchten mir ein, vor allem die attestierte Robustheit spricht mich an. Überhaupt: wenn ich mir die bisherigen Argumente so ansehe, spricht vieles für Debian.

Allerdings: wie schreibt Ochnö:
... alles Abhaengig von meinem mir moeglichen Wissenstand,der sich auch nach der ZEIT bemisst die ich fuer das Virtuallife von meinem RL abzuzwacken bereit bin,oder kann ..
Genau so ist es. Ich werde die Entscheidung ( .. bleibe ich bei Mac, gehe den "Umweg" über Ubuntu oder versuche ich es gleich mit Debian .... ) noch etwas vor mir herschieben. Vielleicht ergeben sich in der nächsten Zeit ja auch noch neue Argumente.

Einstweilen dank an alle Tippgeber für ihre Hinweise und Ratschläge!

pumpkin
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Re: Linux & JonDo

Post by pumpkin » Wed Dec 18, 2013 22:21

xg27 wrote:Ich bin FUER etwas; Sie sind GEGEN etwas.
Ja, aber die Hervorhebungen sind deplaziert.

WOfür oder gegen WAS, das hängt vom Gegenstand ab, mit dem man sich beschäftigt - in diesem Fall Linux Ubuntu. Da sind in diesem thread einige Informationen zusammengekommen,

viewtopic.php?p=35405#p35405
viewtopic.php?p=35443#p35443 (2. Absatz)
viewtopic.php?p=35491#p35491
viewtopic.php?p=35738#p35738
viewtopic.php?p=35747#p35747

viewtopic.php?p=35747#p35747

die mehr als bedenklich stimmen müssen. Deswegen
Canonical's Ubuntu is not recommended
https://prism-break.org/

pumpkin
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Re: Linux & JonDo

Post by pumpkin » Fri Dec 20, 2013 23:36

xg27 wrote:Ich will dass mehr Leute beginnen ihr digitales Schicksal in die eigene Hand zu nehmen; Sie wollen Kreuzzuege fuehren.
Dabei nimmt ein ausgeprägter und bei jeder sich bietenden Gelegenheit seitenweise dargelegter Missionierungdrang diesen als "wesentlich" angepriesenen Vorteil
xg27 wrote:bei ubuntu der code (noch) groesstenteils open source ist, also einsehbar
selber nicht so ernst.

Abgesehen davon, daß kein einziger der sich in diesem Forum Tummelnden und erst recht kein Linux-Newbe jemals "Einsehbares" auch tatsächlich nachsieht ...

Das mit dieser "eigenen" Übernahme "des digitalen Schicksal" dürfte kaum gelingen, wo Ubuntu neben openen auch jede Menge Closed Source-Bereiche kennt. Nur der freundlich lächelnde Canonical-Sputnik(1) weiß also, was in dem auf Debian basierenden "Windows unter den Linux-Distributionen" sowie in weiteren "Open Source"-Projekten seines Unternehmens wirklich abgeht.

Eines steht in jedem Fall fest
Langfristig profitabel soll Canonical durch das Anbieten kostenpflichtiger Unterstützung für diese Software werden. (2)

Fußnote
(1)
Während seines letzten Studienjahres gründete er im Dezember 1995 sein erstes Unternehmen: Thawte Consulting, das er von der elterlichen Garage aus leitete. Es beriet zunächst lokale Geschäftskunden in Fragen des Internets, spezialisierte sich dann auf Web-Sicherheit und ist heute weltweit führend in der Vergabe so genannter digitaler Zertifikate. Kurz vor dem Zusammenbruch von Internet-Unternehmen an der Börse (Dotcom-Blase) verkaufte Shuttleworth genau vier Jahre nach dessen Gründung Thawte im Dezember 1999 für geschätzte 500 Millionen US-Dollar an das US-amerikanische Unternehmen VeriSign.

Bereits im September 2000 rief Shuttleworth die Firma HBD Venture Capital ins Leben. Die Risikobeteiligungsgesellschaft(!) investiert in innovative südafrikanische Unternehmen und (eben auch) in sein im Frühjahr 2004 gegründetes nächstes Unternehmen. Canonical Limited sponsert die auf Debian basierende Linux-Distribution Ubuntu und weitere Projekte aus dem Open-Source-Bereich.
https://en.wikipedia.org/wiki/Mark_Shuttleworth

(2)
Passend dazu der Hinweis aus vorangegangenen Beiträgen http://distrowatch.com/weekly.php?issue=20131209#qa, Stichwort
a base distribution for many projects approached other open source projects about licensing the right to access Ubuntu's package repositories. Would derivative distributions need to pay to use Canonical's packages? How would Canonical enforce such a policy, with lawyers, by blocking access to the repositories if a user isn't using Genuine Ubuntu?

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