Linux & JonDo

Fragen zur Organisation, spezielle technische Fragen zum Dienst,
xg27
Posts: 1111
Joined: Mon Jun 24, 2013 13:39

Re: Linux & JonDo

Post by xg27 » Sat Nov 30, 2013 9:17

bodman wrote: @xg27

Gibt es spezielle Literatur, die Sie empfehlen würden? Vorziehen würde ich es, alles in einem Band nachlesen zu können. Mir fehlt die Zeit, mir alles aus verschiedenen Quellen zusammen zu suchen.
Ich wuerde einfach mal bei Wikipedia anfangen.

Nicht vergessen:
<Keiner weiss alles und keiner ist perfekt.>

Also, immer den Hausverstand mit am Kelim sitzen haben.

xg27
Posts: 1111
Joined: Mon Jun 24, 2013 13:39

Re: Linux & JonDo

Post by xg27 » Sat Nov 30, 2013 9:25

cane wrote:
So gesehen, kommt als Verursacher dieses (moeglichen) Irrtums ("Irrtums") auch Mint in Frage.
Sieht mir auch eher nach einem Problem bei Mint aus.

Die Ursache des Problems ist eigentlich, dass LMDE die Software nicht selbst kompiliert und ...
(seufz) Ja, ja....ich weiss, dass selbst compilieren lernen auch noch auf meine to-do-list musss.....

xg27
Posts: 1111
Joined: Mon Jun 24, 2013 13:39

Re: Linux & JonDo

Post by xg27 » Sat Nov 30, 2013 10:29

xg27 wrote:]Ausprobieren! Herunterladen-> DVD brennen-> damit anstarten.
Korrektur:
Herunterladen->verifizieren->DVD brennen->damit anstarten.

Sorry!

pumpkin
Posts: 36
Joined: Wed Nov 13, 2013 15:10

Re: Linux & JonDo

Post by pumpkin » Sat Nov 30, 2013 18:16

xg27 wrote:beim Installieren das Update pack7 fuer LMDE kam eine Warnung
Eine Frage:
Warum eigentlich Mint's Debian-Edition? Debian sozusagen aus Zweiter Hand.

Warum nicht gleich das Original? Das erspart die Probleme.

pumpkin
Posts: 36
Joined: Wed Nov 13, 2013 15:10

Re: Linux & JonDo

Post by pumpkin » Sat Nov 30, 2013 18:45

xg27 wrote:Als Einstiegsdroge sind Ubuntu und Mint sicher nicht schlecht
Tja, wirklich "nicht schlecht", was man da im Moment bei Linux Mint erleben kann. Ich hatte diese Erfahrung bereits im Sommer machen dürfen und sofort die Finger davon gelassen.

Abgesehen von seinen Sicherheitsdefiziten zum Beispiel in Gestalt ungesicherter Update-Prozesse via HTTP (statt per HTTPS wie etwa bei Windows-Updates längst der Standard), soll es in Sachen Ubuntu darüber hinaus noch ungleich gravierendere Sicherheitsmängel (der speziellen Art) geben.

Auf den entsprechenden Hinweis mit ausdrücklichem Bezug auf dieses Linux-Betriebssystem, daß
entsetzt wrote:bei Ubuntu nur schwache Algorithmen zur Verfügung stehen und Zufallszahlengeneratoren, wenn überhaupt welche da sind, die Hintertür darstellen.
ist bisher überhaupt noch nicht eingegangen.

xg27
Posts: 1111
Joined: Mon Jun 24, 2013 13:39

Re: Linux & JonDo

Post by xg27 » Sat Nov 30, 2013 20:41

pumpkin wrote: Tja, wirklich "nicht schlecht", was man da im Moment bei ....
Zuerst einmal:
Das Auftreten eines verdaechtigen Musters ist nur ein indirekter Hinweis; es ist kein Beweis erster Ordnung.

Aber das Thema der Kompromittierung und Manipulation unserer Maschinen - incl. Betriebssystem - ist heute allgegenwaertig.

Hier macht sich zB. Mike Perry Gedanken ueber moegliche Kompromittierung waehrend des ENTSTEHUNGSPROZESSES der Software:

<<I believe we're just about to witness the first examples of large scale "watering hole" attacks. This would be malware that attacks the software development and build processes themselves to distribute copies of itself to tens or even hundreds of millions of machines in a single, officially signed, instantaneous update. Deterministic, distributed builds are perhaps the only way we can reliably prevent these types of targeted attacks in the face of the endless stockpiling of weaponized exploits and other "cyberweapons". ....>>

https://blog.torproject.org/blog/determ ... compromise



Es gibt kein perfektes Betriebssystem.
Erst durch die Kombination von Mensch und Maschine laesst sich ein - deutlich - hoeheres Sicherheitsniveau erreichen.
Und, seien wir doch ehrlich: was uns stoert ist, dass mit unseren Maschinen auch wir, unser Privatleben, mit kompromittiert wird; also ebenfalls die Kombination aus Mensch und Maschine.

Wir muessen von passiven usern zu aktiven Administratoren werden; nur wenn wir besser werden, dann wird auch die Kombination aus Mensch und Maschine besser werden.
*nix-artige Systeme koennen uns dabei helfen, weil sie als Multiuser-systeme vorab auf effektiveres administrieren konzipiert sind - auf Kosten der Bequemlichkeit fuer die Nutzer(admins). Sie haben bessere Voraussetzungen um in Echtzeit administriert zu werden und sie fordern uns - weil sie eben nicht so bequem sind.
Der dritte Punkt den ich hier sehe ist Vereinfachung. Ein schlankes System bietet weniger Angriffsflaeche und es ist ueberschaubarer. Raus aus der Kiste mit Allem was wir nicht wirklich brauchen, Anwendungen, Dienste, Gadgets, alles was nicht unbedingt notwendig ist fliegt raus. Nur so haben wir eine Chance den Ueberblick zu behalten.

-sysadmin werden statt user sein

-Uni*-artige Betriebssysteme

-gnadenlose Minimierung und Vereinfachung



Das waere imho ein fuer Jeden gangbarer Weg zu einer gewaltigen Verbesserung der Sicherheitssituation. Wenn viele das machen dann kann das die Karten neu mischen.

Kornblumenblau
Posts: 67
Joined: Sun Oct 27, 2013 19:53

Re: Linux & JonDo

Post by Kornblumenblau » Tue Dec 03, 2013 14:38

Als Einstiegsdroge sind Ubuntu und Mint sicher nicht schlecht
Tja, wirklich "nicht schlecht", was man da im Moment bei Linux Mint erleben kann. Ich hatte diese Erfahrung bereits im Sommer machen dürfen und sofort die Finger davon gelassen.

Abgesehen von seinen Daten"schutz"erklärungen...
Um doch noch einmal auf dessen Privacy Policy zurück zu kommen,
vier Stimmen von UBUNTU-Experten...

-- Enttäuschte Ubuntuliebhaber (Ubuntu-Forum):
"Ubuntu is basically spyware in the Google Analytics and Microsoft Alexa tradition."
--------
https://ubuntuforums.org/showthread.php?t=2156486
----
https://bugs.launchpad.net/ubuntu/+bug/1070111
https://bugs.launchpad.net/ubuntu/+sour ... ug/1055952
--------

-- Electronic Frontier Foundation (EFF):
"The Electronic Frontier Foundation has called Canonical's integration of the Ubuntu 12.10 Dash search feature with results from Amazon 'a major privacy problem'."
--------
https://www.eff.org/mention/privacy-gro ... h-marriage
http://www.heise.de/open/artikel/Ubuntu ... 79807.html
--------

-- GNU-Richard Stallman:
"If you ever recommend or redistribute GNU/Linux, please remove Ubuntu from the distros you recommend or redistribute," he writes. "In your install fests, in your Software Freedom Day events, in your FLISOL events, don't install or recommend Ubuntu. Instead, tell people that Ubuntu is shunned for spying."
--------
https://www.gnu.org/philosophy/ubuntu-spyware.html
http://www.theregister.co.uk/2012/12/07 ... u_spyware/
--------

Stimmt, "Spyware" that's enough.

-- Begeisterte Ubuntuanhänger (JonDonym-Forum):
Sie können nicht [..] Ubuntu eine unaktzeptabel Spyware nennen.
"Unakazeptabel" Spyware.

Diese Akzeptanz ist erstaunlich, und wirklich bemerkenswert.

xg27
Posts: 1111
Joined: Mon Jun 24, 2013 13:39

Re: Linux & JonDo

Post by xg27 » Tue Dec 03, 2013 19:58

Kornblumenblau wrote:.....
Die Frage <Welches Betriebssystem> ist oft Gegenstand von Religionskriegen.


Zaeumen wir das Pferd doch einmal andersrum auf.


Was braucht ein Linux um Mainstream-tauglich zu werden?

-> ein tolle Optik
-> vollgestopft mit Features und apps
-> fertig vorkonfiguriert, runs out of the box
-> automatische updates, der user braucht sich um nichts zu kuemmern
-> intuitive Bedienung komplett im Grafikmodus

Zwar ist das Linux dann schon eher ein Win-ux aber im Hintergrund hat es noch viele Eigenschaften von Linux.
Und es ist ploetzlich fuer sehr viele user attraktiv; und so mancher macht auch den Schritt zum <Win-ux>, den er zum Linux gescheut haette.

Das Wesentliche dabei ist, ob sich der user entwickelt oder nicht.

Wenn er sich nicht entwickelt dann wird er auf seinem Win-ux hocken bleiben, auf Ubuntu oder Mint oder was sonst gerade modern ist.
Und frueher oder spaeter - eher frueher als spaeter - wird er von seinem vendor ganau so behandelt werden wie die Win-user von Micropoft.
Und er wird seinen Standpunkt verteidigen.
Und wenn er doch merken muss wie ihm geschieht, dann wird er sagen: "Ah ! Linux ist auch nicht besser!"

Weil er selbst nicht besser geworden ist!

Wenn sich der user aber weiterentwickelt, dann wird er den naechsten Schritt machen - von seinem Win-ux weg - und dann den naechsten und so weiter.

Und mit jedem Schritt wird er ein Stueck Autonomie gewinnen.

Und er wird sagen: "Gut, das es damals das Win-ux gab, denn sonst waere ich heute nicht da wo ich bin!"

cane

Re: Linux & JonDo

Post by cane » Tue Dec 03, 2013 21:47

Ubuntu kann man fixen (wenn man unbedingt Ubuntu haben will), Windows nicht.

Der Fix benötigt genau 4 Schritte:

- Ein Terminal öffnen [Ctrl-Alt-T].
- Den Fix-Code von https://fixubuntu.com/ kopieren [CTRL-C].
- Fix-Code im Terminal als Kommando einfügen (mittlere Maustaste)
- Passwort eingeben - fertig

Bei einem Linux-Sytem (auch bei Ubuntu!) hat der User die volle Kontrolle über sein System (und kann Spyware entfernen), bei Windows nicht (und zukünftig noch weniger).

"xg27" hat Recht, Ubuntu ist nur ein Einstieg. Man kann aber bei Linux aber aus einem großen Pool von gleichwertigen Alternativen wählen, bei Windows nicht.

Die Diversität von Linux ist auch ein Sicherheitsgewinn. Unterschiedliche Kernelversion, verschiedene Software und Software-Versionen machen einen gezielten Angriff schwieriger. Monokulturen sind leichter angreifbar. Das hat man bei viele professionellen Angriffen auf Firmen gesehen. Oft werden zuerst die Windows-Rechner der Mitarbeiter angegriffen und die abgeschnorchelten Credientials für die Übernahme der Linux-Server verwendet, z.B. als die chinesischen Hacker Google geknackt haben, als Anonymous Stratfor lächerlich gemacht hat, beim RSA-Hack oder als "Roter Oktober" in die IT-System der Bundesregierung eingedrungen ist. Auch NSA/GSHQ arbeiten nach diesem Muster.

Das "device-based tracking", das Microsoft in Windows 8 eingeführt und von den Smartphones kopiert hat, ist erst der Anfang einer neuen Entwicklung in Windows. Es lohnt sich, wenn man sich schon jetzt mit Alternativen vertraut macht.


Btw: Meine Empfehlung für eine Linux-Distri ist: Debian. (Falls wieder jemand meine Aussagen zitiert und behauptet, JonDos würde Ubuntu empfehlen.)

Kornblumenblau
Posts: 67
Joined: Sun Oct 27, 2013 19:53

Re: Linux & JonDo

Post by Kornblumenblau » Wed Dec 04, 2013 13:35

Meine Empfehlung für eine Linux-Distri ist: Debian. (Falls wieder jemand meine Aussagen zitiert und behauptet, JonDos würde Ubuntu empfehlen.)
Cane als Cane empfiehlt Debian, bekannt und ok.

Die JonDos GmbH bietet auf ihren Download- und Help-Seiten:
--------
https://anonymous-proxy-servers.net/en/ ... linux.html
https://anonymous-proxy-servers.net/en/help/index.html
--------
special editions Ihrer Produkte für die so genannte Spyware Ubuntu der Firma Canonical an. Darüber kann man streiten.

Aber Cane als Mitarbeiter der JonDos GmbH möchte diese Aufgeschlossenheit nicht "Empfehlung" genannt hören. Stehen Sie etwa nicht dahinter?

Post Reply