Linux & JonDo

Fragen zur Organisation, spezielle technische Fragen zum Dienst,
pumpkin
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Re: Linux & JonDo

Post by pumpkin » Wed Dec 11, 2013 12:59

xg27 wrote:
Die sicherste Spielwiese ist eine Installation auf einem USB-Stick oder auf einer zweiten (Wechsel-)HDD. So hält man ein bereits vorhandenes OS und die Linux-Systeme physisch strikt voneinander getrennt.
Allerdings kann man sich dabei ordentlich ins Knie schiessen wenn man auf die falsche Platte installiert oder auch nur partitioniert.
Was an grobem Fehlverhalten nicht alles möglich sein könnte? Wenn man "kann", dann kann "man"...

Ja auch Ihre zurecht und jetzt mehrfach wiederholten warnenden Hinweise dürften da nicht weiterhelfen, wo die graue Masse zwischen den Ohren gefordert ist. Im persönlichen Umgang mit deren Möglichkeiten, dort sind die Schwächen in der Umsetzung dieser zutreffenden Feststellung
Die sicherste Spielwiese ist eine Installation auf einem USB-Stick oder auf einer zweiten (Wechsel-)HDD. So hält man ein bereits vorhandenes OS und die Linux-Systeme physisch strikt voneinander getrennt
zu suchen.

Ein Totalschaden in der Arbeit mit verschiedenen Betriebssystemen und unterschiedlichen Master Boot Records ist mit diesem Verfahren praktisch ausgeschlossen, eben weil
Alle genannten Varianten im Prinzip kein auf einer Festplatte installiertes Wirt-System benötigen. Sie ausschließlich im Arbeitsspeicher des Lap- oder Desktop laufen.

Kornblumenblau
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Re: Linux & JonDo

Post by Kornblumenblau » Wed Dec 11, 2013 20:17

"Drogen"krieg, round number... I forgot.
Clem [=Mint] went on to say, "I personally talked to the legal department at Canonical [=Ubuntu] (for other reasons, they're telling us we need a license to use their binary packages) and it is clear they are confused about LMDE and Mint. They don't know what repositories we're using and they don't know what we're doing." [...]

this brings to light a problem which many developers seem to have. Quite often developers of one distribution are not aware of the features, policies or designs of other projects. Many Linux (and BSD) developers appear to be ignorant of the practices of other projects [...] we see duplication of effort[...] distributions struggling with problems which have been solved elsewhere.
to license the binary packages used by Ubuntu[...] a base distribution for many projects[...]approached other open source projects about licensing the right to access Ubuntu's package repositories[...] Would derivative distributions need to pay to use Canonical's packages? How would Canonical enforce such a policy, with lawyers, by blocking access to the repositories if a user isn't using Genuine Ubuntu? Canonical would certainly have the right to restrict access to its packages, they are on Canonical's servers after all. However, most Linux distributions are quite open about allowing anyone to access their software repositories
--------
http://distrowatch.com/weekly.php?issue=20131209#qa
--------

cane

Re: Linux & JonDo

Post by cane » Thu Dec 12, 2013 16:09

Die Antwort des Linux Mint Team zu der Diskussion: http://segfault.linuxmint.com/2013/11/a ... configure/ (Javascript freigeben für die Seite)

Kornblumenblau
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Re: Linux & JonDo

Post by Kornblumenblau » Fri Dec 13, 2013 13:38

Cane wrote:Die Antwort des Linux Mint Team zu der Diskussion
diese Retourkutsche des Mint-Bosses auf Flames des Ubuntu-Lagers, an sich uninteressant bis auf....

Seine (bereits zitierte) Äusserung zur Linux-Familie:
I personally talked to the legal department at Canonical and it is clear they don't know what repositories we're using and they don't know what we're doing.
wirft ein Schlaglicht auf ein Problem, das allem Anschein nach viele Entwickler haben. Des Öfteren sind sich Entwickler einer Distribution nicht im Klaren über Features, Policies oder Designs anderer Projekte. Viele Linux- und BSD-Entwickler sind ignorant gegenüber Praktiken anderer Projekte. So sehen wir viel zu oft mehrfache Bemühungen, Distributionen kämpfen mit Problemen, die anderswo bereits gelöst sind - schreibt DistroWatch Jesse Smith.

Noch bemerkenswerter, die (beiläufig gemachte) Äusserung speziell zu Canonical/Ubuntu:
I personally talked to the legal dept. at Canonical for other reasons, they’re telling us we need a license to use their binary packages
Diese Base-Distribution für viele Projekte drängt ein anderes Open Source-Projekt (Mint) zur Lizenzierung des Zugriffrechts auf Ubuntu- SoftwareRepositories. Sollen Ubuntu-Derivate für die Nutzung von Canonical-Packages zahlen müssen? Wie will Canonical einer solchen Politik Nachdruck verleihen, mit Rechtsanwälten, durch Blockade des Zugangs zu Repositories für Non-Genuine-Ubuntu-Nutzer? Wo ansonsten die meisten Linux-Distributionen recht offen Zugriff auf ihre Server gewähren...

cane

Re: Linux & JonDo

Post by cane » Fri Dec 13, 2013 14:24

Diese Base-Distribution für viele Projekte drängt ein anderes Open Source-Projekt (Mint) zur Lizenzierung des Zugriffrechts auf Ubuntu- SoftwareRepositories. Sollen Ubuntu-Derivate für die Nutzung von Canonical-Packages zahlen müssen?
Wenn Canonical für die Nutzung der Binär-Paket Bedingungen stellt, dann wird man sich daran halten müssen. Es steht Canonical frei, die Nutzung der Binär-Paket nur unter bestimmten Bedinguen zu erlauben (und damit den eigenen Ruf zu ruinieren). Man muss es nicht unbedingt gut finden, aber man hat es zu respektieren.

Es ist vielleicht für die "Alles-Umsonst-Community" schwer verständlich, aber es gibt einfach Lizenzen, die man zu respektieren hat. Die Wahl der Lizenz steht demjenigen frei, der die Leistung zur Verfügung stellt.

Ubuntu hat erhebliche Kosten, um den Serverpark für das Compilieren und die Downloads zu betreiben. Einige Distris wollen sich diese Kosten sparen und bietet keine vollständig selbst kompilierte Linux-Distribution an. Das kann man machen, wenn man mit der Mutter- bzw. Vater-Ditribution geklärt hat, dass man die Binaries nutzen darf. Wenn man das nicht vorher klärt, gibt es irgendwann Ärger.

(Disclaimer: ich kann den Streit relativ entspannt von "außen betrachten". Wer als Mint-Nutzer direkt betroffen ist, sieht das vielleicht nicht so locker.)

pumpkin
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Re: Linux & JonDo

Post by pumpkin » Fri Dec 13, 2013 22:50

http://www.ubuntu.com/privacy-policy
https://www.eff.org/mention/privacy-gro ... h-marriage
https://www.gnu.org/philosophy/ubuntu-spyware.html


Ergänzende Information:
There were rumors of Smart Scopes [as part of its Dash] even when Ubuntu 13.04 was released in April 2013. But, it got delayed that time. I am glad that it is finally out with Ubuntu 13.10. It makes web search pretty easy from dash and the results are sources from local folders and nearly 50 different web portals like Google, Wikipedia, Flickr, Foursquare, Google Books, Google News, personal Google drive, Facebook, etc. to name a few and of course, includes commercial e-commerce portals like Amazon, eBay, etc. which has been in a lot of debate. The privacy issues are there but if you are to use smart scopes then you've to ignore it

[..]web apps and social network integration in Ubuntu.[...] are actually menu entries created in Ubuntu to directly access popular social networks and email services like Facebook, Gmail, Google Plus, Twitter, etc. and Linux relevant sites like Launchpad, etc. from the entries created when you visit the site first time.
http://mylinuxexplore.blogspot.com.br/2 ... w-and.html
http://derstandard.at/1381368781664/Ubu ... ch-im-Test

xg27
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Re: Linux & JonDo

Post by xg27 » Sat Dec 14, 2013 10:12

Da ich in dieser Angelegenheit bereits sehr missverstanden wurde noch einmal kurz dazu:


All diese Dinge fuegen sich natuerlich nahtlos in das Bild von Canonical das der <we-have-root> Skandal bereits gezeichnet hat.

Konkret:
Canonical betrachtet das Vertrauen das durchschnittliche user zeigen wenn sie etwa updates fuer Ubuntu installieren als Firmeneigentum (corporate asset); das Canonical frei nach Gutduenken vermarkten und sonstwie nutzen kann.

Zwar beweist das noch nicht die Existenz von echten, also wirklich geheimen, backdoors; aber man muss natuerlich in einer solchen Situation vorsichtig sein.

Es ist imho ein typisches Beispiel fuer das Frechwerden eines vendors der etwas mehr user-zulauf bekommen hat.


Fazit:
Sobald man etwas mehr Wissen hat, von Ubuntu auf etwas Anderes umsteigen - bevorzugt non-corporate.



Comment:
Wenn jemand irgendetwas nicht weiss, dann ist das weder eine Schande noch ein Zeichen von Dummheit.

Wenn er es aber nicht wissen WILL dann sieht die Sache vielleicht anders aus.

Kornblumenblau
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Re: Linux & JonDo

Post by Kornblumenblau » Sat Dec 14, 2013 14:13

cane wrote:Wenn Canonical für die Nutzung der Binär-Paket Bedingungen stellt, dann wird man sich daran halten müssen. Es steht Canonical frei, die Nutzung der Binär-Paket nur unter bestimmten Bedinguen zu erlauben (und damit den eigenen Ruf zu ruinieren). Man muss es nicht unbedingt gut finden, aber man hat es zu respektieren.

Es ist vielleicht für die 'Alles-Umsonst-Community' schwer verständlich, aber es gibt einfach Lizenzen, die man zu respektieren hat. Die Wahl der Lizenz steht demjenigen frei, der die Leistung zur Verfügung stellt.

Ubuntu hat erhebliche Kosten, um den Serverpark für das Compilieren und die Downloads zu betreiben. Einige Distris wollen sich diese Kosten sparen und bietet keine vollständig selbst kompilierte Linux-Distribution an. Das kann man machen, wenn man mit der Mutter- bzw. Vater-Ditribution geklärt hat, dass man die Binaries nutzen darf
Ihre Ausführungen träfen genau so auf all die anderen Linux-Distributionen zu, die "Leistung zur Verfügung stellen"! Erinnern Sie sich zum Beispiel an das StartUp des Debian-Abkömmling Ubuntu? Diese Distros haben offensichtlich keine Probleme damit, einer angeblichen "alles-umsonst-Community" Software-Pakete zu überlassen.

Auffällig, dass an diesem Punkt (am aktuellsten Beispiel, dem Ubuntu-Emporkömmling Linux Mint) auch, vor allem, immer wieder und nur CANONICAL/UBUNTU seit Jahren negativ auffällt.

Zwei Fragen dazu:

-- Gehört das Frei-zur-Vefügung-stellen denn nicht zu einem der Grundprinzipien, dem sich die Open Source-Gemeinde Linux verschrieben hat? Runter gemacht ala "Geiz ist geil".

-- Wieso reiten Sie eigentlich so darauf herum, dass "man" Unschönes dennoch "zu respektieren hat"? KritikVERBOT, verlangt grosszügig über jede Windows-Affinität (hier ala MS-Genuine) hinweg zu sehen.

Wir lernen dazu.

cane

Re: Linux & JonDo

Post by cane » Sun Dec 15, 2013 9:43

Es gibt eine weitere Linux-Spezial-Distribution: Valves Linux für Spiele-Enthusiasten http://heise.de/-2065933

(Der Mangel an Klassikern der Computerspiele wird immer wieder als ein Argument gegen Linux angeführt, damit wäre jetzt eine Alternative verfügbar für alle, die Wert darauf legen.)

Da Valve Linux auf Debian basiert, sind unsere Special Editions (DEB-Pakete) nutzbar. Für automatische Updates kann man unser wheezy-Repository nutzen, das ist komaptibel mit Valve-Linux.

Wer sich daran erinnert, dass die NSA in Multi-Player Spielen präsent ist (siehe: http://www.golem.de/news/snowden-enthue ... 03252.html ), möchte vielleicht anonym bleiben. Die Steam-Engine kann unter Linux mit "proxchains + JonDo (premium)" anonymisiert werden, Anleitung für die Konfiguration von proxychains gibt es in der Online-Hilfe: https://www.anonym-surfen.de/help/proxychains.html

(Allerdings führt die höhere Latenz durch Anonymisierung zu Nachteilen in Action-Games.)

pumpkin
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Re: Linux & JonDo

Post by pumpkin » Sun Dec 15, 2013 13:57

xg27 wrote:Das stimmt schon(...)
Nüchterner und emotionslos betrachtet, sind die Aussagen zu diesem Debian-Emporkömmling über Datensicherheit und den Umgang mit Kundendaten imo mehr als bedenklich!
http://www.ubuntu.com/privacy-policy
Aber schlimmer als micropoft&co ist canonical wohl auch nicht
... beide Canonical und Microsoft, Windows und Ubuntu sind demnach wohl gleich schlimm, einverstanden.

Spricht das jetzt für Canonical/Ubuntu oder gegen Microsoft/Windows? Oder umgekehrt...

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