HTTPS und IP-Trace , Seitensperrungen und VPN Anbieter

Fragen zur Organisation, spezielle technische Fragen zum Dienst,
Manta
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Joined: Sun Mar 31, 2013 15:47

Re: HTTPS und IP-Trace , Seitensperrungen und VPN Anbieter

Post by Manta » Tue Apr 02, 2013 12:47

Danke für die ausführliche Antwort!
...Auch Cyberghost operiert nicht außerhalb der Gesetze und muss bei einem gültigen richterlichen Beschluss nach rumänischen Recht eine Überwachung durchführen.


Das schätze ich aus meiner Perspektive eines Laien genauso ein.

1: Wir möchten den Nutzern Transparenz bieten, wer die Mix-Server betreibt.

Das ist eine gute Sache. Bei vielen VPN Anbieter weiß man gar nicht, wer dahinter steckt. Jüngstes Beispiel scheint mir HIDE.io zu sein. Hier weiß ich überhaupt nicht, wer sich hinter einem solchen Anbieter verbirgt und würde ich daher schon niemals nutzen. In der Szene scheint dieser Anbieter aber dennoch beliebt zu sein.

Manta
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Cyberghost - arbeitet zuverlässig und seriös

Post by Manta » Sun Apr 07, 2013 18:46

Gerade https://cyberghostvpn.com/ zählt für mich zu den seriösen VPNs. Das CG selbst zu Zeiten der Vorratsspeicherung keine Login-Daten weitergeben konnte, weil anscheinend nichts vorhanden war, zeigt sich hieran:

Jahr 2011:
Erst kürzlich seien Kriminalbeamte aus fadenscheinigen Gründen mit einem Durchsuchungsbeschluss bei der S.A.D. im Ulm aufgetaucht und hätten mitunter einige Daten beschlagnahmt. Als Grund für die Durchsuchung nennt Herrmann einen „beleidigten leitenden Beamten“, der den „gesamten Staatsapparat“ zur Aufklärung einer persönlichen Verleumdung genutzt habe.
"CyberGhost verhindert effektiv die Rückverfolgung eines Users. Punkt. Wir können Anfragen zu einzelnen Usern nicht beantworten, weil wir keine Logs führen. […]
Wir finden, dass der Schutz der Bürger vor der Erstellung von Persönlichkeitsprofilen und vor Datendieben eindeutig Vorrang hat vor der Aufklärung geringfügiger Vergehen. Vom Schutz für Leib und Leben in totalitären Staaten ganz zu schweigen. Eine Einstellung, die vom rumänischen Verfassungsgericht im Übrigen voll und ganz unterstrichen wird.“ Ein Grund warum sich Rumänien mit seiner Hauptstadt Bukarest zusätzlich von den anderen möglichen Verlagerungszielen durchgesetzt habe
Die Strafverfolgungsbehörden gingen mit höchstem Einsatz gegen CG vor und konnten keine verwertbaren Daten hervorbringen. Hätte es etwas gegeben, wäre dieser große VPN in der Bedeutungslosigkeit versunken. Zur Sicherheit hat CG jetzt einen Rum. Firmensitz. Überall wo Daten gesammelt werden oder mit Behörden zusammengearbeitet wrid, kommt es irgendwann raus. Beispiel HideMyAss und FBI-Weitergabe. Bislang ist kein Fall bekannt, in dem CG den Datenschutz der Server gefährdet hat. Es gibt keine bessere Werbung, als mit einer Durchsuchungsanordnung oder Beschlagnahmung von Servern werben zu können. CG hat durch diesen Vorfall bewiesen, durchaus seriös zu sein.

Heute schreibt Cyberghost VPN:
Wir zeichnen keine Inhalte auf, die von Anwendern aufgerufen werden (kein Komplett-Logging). Dies beinhaltet Messenger-Mitteilungen ebenso wie Telefonate, Videochats und andere Kommunikationsformen sowie Webseiten.
Wir zeichnen keine IP-Adressen auf, also weder Adressen, die von Usern angesteuert werden, noch die IP-Adressen, mit denen sich Anwender in unserem Netz anmelden (kein Logging von Verkehrsdaten). Eine Verknüpfung der IP-Adressen zu den von uns erhobenen Zeitstempeln zur Traffic-Abrechnung ist nicht realisierbar. Auch ist nicht nachverfolgbar, welcher Account wann welchen Server genutzt hat.
Wir können keine realen Personen in einen Zusammenhang mit einem CyberGhost-Account bringen. Sowohl die Anmeldung als auch der Gebrauch eines CyberGhost VPN-Accounts ist durchweg anonym realisierbar. Alle Nutzerdaten einschließlich der Sales/Info-Newsletter-E-Mail-Adresse können beliebige Daten sein. Wir raten sogar im Gegenteil davon ab, beispielsweise eine reale E-Mail-Adresse als Nutzernamen zu verwenden und haben den Client um diverse Anti-Spy-Funktionen ergänzt, die verhindern sollen, dass persönliche Informationen am Nutzer vorbei ins Internet gesendet werden.

Gefährlicher wird es bei anderen deutschen VPN wie Steganos:
Im Gegensatz dazu müssen sich deutsche VPNs wie STEGANOS Internt Anonym, die früher die Vorratsdatenspeicherung umgesetzt hatten, riskanten juristischen Auseinandersetzungen stellen. Hochgradig gefährlich, wenn statt der Herausgabe der Daten plötzlich eine Hausdurchsuchung ansteht. Dann wäre die Kunden von Steganos ihres Lebens nicht mehr sicher gewesen:
Der Hoster hatte lediglich die IP-Adresse des Steganos-VPN-Servers in seinen Logs gefunden. Als Steganos eine Herausgabe der zugehörigen Kunden-IP-Adresse verweigerte, erwirkte die Staatsanwaltschaft einen Beschluss des lokalen Amtsgerichts (Az. 1 Gs 724/09).
Steganos legte gegen den Beschluss Beschwerde beim Landgericht (LG) Bamberg ein und bekam dort am 22. Juli (Az. 2 Qs 104/2009) recht. Die Tatsache, "dass sich der unbekannte Täter eines Anonymisierungsdienstes bediente", spreche "ohne weitere Anhaltspunkte nicht für ein gewerbsmäßiges bzw. bandenmäßiges Handeln." Auch stehe die Erhebung der Daten aufgrund des geringen Schadens in Höhe von 20 Euro monatlich für die Bereitstellung des Pakets in keinem angemessenen Verhältnis zu Bedeutung der Sache.
Ohne Datenspeicherung hätte Steganos sich diese brandgefährliche Angelegenheit sparen können.




Ich persönliche finde Cyberghost schon gut. Der Speed im kostenlosen Modus ist gut (1 MB Downstream). Cyberghost hat ein großes Forum und einen sehr guten Support. Auf vielen Server suft man mit vielen anderen Nutzern, die die identische IP nutzen. Das erhöht die Anonymität.

Im Gegensatz zu anderen VPNs ist bei Cyberghost der Betreiber erkennbar. Es gibt viele VPNs, deren Betreiber und Herkunft unbekannt sind.

Datenweitergabe und Zusammenarbeit mit Strafverfolgungsbehörden ist der Tod eines jeden VPN. Wenn selbst das FBI den Eingriff in HideMyAss nicht verheimlichen kann, dann wird es aus Deutschland erst recht keiner schaffen.

Hausdurchsuchungen, selbst bei Presseagenturen, sind heute keine Seltenheit mehr!

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Ochnö
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Re: HTTPS und IP-Trace , Seitensperrungen und VPN Anbieter

Post by Ochnö » Mon Apr 08, 2013 13:36

Kann mal jemand diesen trolligen viralwerbevesuch in die trollecke verschieben und closen?

yloa
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Re: HTTPS und IP-Trace , Seitensperrungen und VPN Anbieter

Post by yloa » Mon Apr 15, 2013 14:55

> 4: Das Ziel von JonDonym ist es, anonyme Nutzung des Internet zu ermöglichen und pauschale Überwachung zu verhindern. Es gehört ausdrücklich nicht zu Zielen von JonDonym, legitime Strafverfolgung schwerer Verbrechen grundsätzlich unmöglich zu machen. Das ist ein Spagat, den viele Nutzer nicht verstehen (wollen). Wir bemühen uns, die Latte für eine Überwachung möglichst hoch zu legen, aber für wirklich schwere Verbrechen trotzdem eine gezielte Überwachung einzelner Nutzer zu ermöglichen.

Das ist der strittige Punkt. Es geht darum das Sie es nicht verstehen (können oder wollen). Was ist ein schweres Verbrechen? Wer entscheidet das? Liest man die Gesetze gehören schon Meinungsdelikte und Filesharing dazu. Manta fragte nach den Straftatbeständen, die Sie verschweigen. solange Sie das machen, müssen wir davon ausgehen dass alles mögliche dabei sein kann, von der BEHAUPTUNG eines MordVERDACHTS bis zur Meinungsäußerung. Man müsste ihnen hinreichende Anhaltspunkte für den Verdacht vorlegen, sonst wissen Sie keinesfalls, ob der Verdacht legitim ist. Und was soll legitim sein? Anonymität ist Anonymität, bisschen geht nicht. Anonym oder nicht. Die Anonymität, egal warum, von wem, unter welchem Vorwand, zu kompromittieren ist illegitim, weil dadurch das, was bezahlt wird, nicht bekommen wird. Man zahlt dafür überwacht zu werden. Überwachung kann legitim sein, wenn ein ausreichender Verdacht TATSÄCHLICH BEGRÜNDET ist. Überwachung ist aber stets illegitim, wenn man Anonymität verkauft und dann überwacht.

> kein Anonymisierungsdienst steht über dem Gesetz

Das setzt das Gesetz als legitim voraus, was eine unbewiesene Behauptung ist. Ich denke Sie haben da Wissenschaftler an der TU Dresden, die müssen doch wissen wie man sauber einen Beweis führt.

Das Gesetz sagt, wenn man etwas verkauft, muss man es liefern. Macht man es nicht, behält aber die Bezahlung, ist das Betrug. Genau das macht Jondonym, wenn Sie überwachen, die bezahlte Anonymität wird nicht geliefert. Sie wissen, dass Sie betrügen, weswegen Sie in den Allg. Geschäftsbedingungen die Haftung für diesen Fall generell, was unzulässig ist, ausschließen, da eine Kardinalpflicht, die Lieferung der verkauften Leistung, verletzt wird, wodurch Sie schadenersatzpflichtig für den gezahlten Betrag und die durch die Überwachung erwachsenden Folgen werden. Sie können Anonymität verkaufen oder mit Behörden zusammenarbeiten. Beides geht nicht. In USA gibt es ein Gesetz mit dem Überwachende vor Strafverfolgung und Schadenersatz geschützt werden, in Deutschland nicht.

> 1: Wir möchten den Nutzern Transparenz bieten, wer die Mix-Server betreibt.
Das ist eine gute Sache. Bei vielen VPN Anbieter weiß man gar nicht, wer dahinter steckt.

Bei Jondonym auch nicht. Wer ist Deltaprotect oder Surfsky, lesen Sie mal was hier im Forum über Backupsol oder Yatrade oder wie die sich jetzt nennen rausgefunden wurde, der Betreiber eines österreichischen Verschwörungsforums soll vertrauenswürdig sein, eine amerikanische Klitsche oder ein deutscher Anwalt, ein Anwalt, HALLO?! Ob sie die sind, für die sie sich ausgeben weiß auch keiner.

> Entwicklung und Betrieb eines Anonymisierungsdienstes
Dissertation von Dr. Stefan Köpsell, Technische Universität Dresden, Fakultät Informatik zentralen Widersprüche: auf der einen Seite die Notwendigkeit von Datenschutz und Privatheit für den Einzelnen, auf der anderen Seite die ebenso notwendige Überwachbarkeit und Zurechenbarkeit, etwa für die Strafverfolgung

Der hat begriffen, dass Überwachung ein Widerspruch zu Anonymität ist, behauptet aber, wieder ohne Beweis, was grob unwisenschatlich ist, eine Notwendigkeit von Überwachung und zeigt auf, dass die Überwachung zu mehr als zur Strafverfolgung genutzt wird, "etwa" bedeutet so viel wie "zum Beispiel", also eines von mehreren.

> Und auch dann wird nur eben diese eine IP aufgedeckt, welche nicht einmal die Mixbetreiber selber entschlüsseln können, sondern nur die Strafverfolgungsbehörde (Atomares Schwellwert-Proxy-Wiederverschlüsselungsschema). Die Aufdeckung kann in Echtzeit geschehen oder über früher geloggte Daten. Stefan Köpsell, Rolf Wendolsky, Hannes Federrath: Proc. Emerging Trends in Information and Communication Security

Die Mixbetreiber überwachen, können nicht sehen was sie überwachen, behaupten aber dass es nur eine bestimmte IP-Adresse ist. So, so. Wie gibt man eigentlich ein was überwacht werden soll? Mit verbundenen Augen und ohne zu wissen was man eingibt?

> datenschutzgerechte Deanonymiserung in konkreten Einzelfällen durchgeführt werden kann, ohne die Anonymität der anderen Teilnehmer zu gefährden. Download: Stefan Köpsell, Tobias Mioska: Technische Universität Dresden

Eine Deanonymisierung, nachdem man uns Anonymität verkauft hat, soll Datenschutz sein? Na klar...

cane

Re: HTTPS und IP-Trace , Seitensperrungen und VPN Anbieter

Post by cane » Mon Apr 15, 2013 16:41

@yloa: Diese Diskussion wurde hier im Forum bereits mehrfach geführt. Nutzen Sie die Suchfunktion, um sich zu informieren.

Das Angebot, dass wir verkaufen ist auf der Webseite klar beschrieben. Lesen Sie die Seite https://www.anonym-surfen.de/ und die Unterpunkte.

Unser Angebot schließt die Möglichkeit der Verfolgung schwerer Straftaten ausdrücklich ein. In mehreren Beiträgen hier im Forum haben wir unsere Position dazu dargelegt. Die Möglichkeit der Strafverfolgung ist hier auf unserer Webseite beschrieben: https://www.anonym-surfen.de/strafverfolgung.html

Ihre Spitzfindigkeiten zu den Allgm. Geschaftsbedingungen sind überflüssig. Mit der Nutzung der Mix-Kasakden haben Sie die AGB der Mix-Betreiber anerkannt. Ich verweise dazu insbesondere auf §4 Absatz 1:
Der Kunde ist verpflichtet, durch die Nutzung der Mix-Server des Betreibers nicht gegen die Gesetze seines Landes zu verstoßen.
Sie können dieses Angebot von JonDonym annehmen oder nicht. Das ist Ihre Entscheidung. Es steht Ihnen frei, eine anderen Dienst zu nutzen.

Aber welchen Dienst wir anbieten, das entscheiden wir. Das ist der Punkt, den Sie nicht verstehen (wollen).

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Ochnö
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Re: HTTPS und IP-Trace , Seitensperrungen und VPN Anbieter

Post by Ochnö » Fri Jun 21, 2013 21:13

Kleine Ergaenzung


http://gutjahr.biz/2013/04/bestandsdatenauskunft/

"Prism"koennen wir auch.

http://www.ostsee-zeitung.de/Nachrichte ... spionieren

http://www.dokumentation.landtag-mv.de/ ... 404&page=0

Notfalls bekommen wir Hilfe

http://www.guardian.co.uk/uk/2013/jun/2 ... ations-nsa


http://www.wired.com/threatlevel/2013/0 ... -nsa-leak/

Frage mich derzeit staendig warum dagegen "keiner"auf die Strasse geht.In den 80gern haben wir 100tausende gegen Aufruestung und AKW's auf die Strasse bekommen.
Wo bleibt ihr Jungen?
Alle mit i-Furz und fratzenbuch beschaeftigt?

nichtbekannt
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Re: HTTPS und IP-Trace , Seitensperrungen und VPN Anbieter

Post by nichtbekannt » Sat Jun 22, 2013 10:04

Ochnö wrote:Kleine Ergaenzung


http://gutjahr.biz/2013/04/bestandsdatenauskunft/

"Prism"koennen wir auch.

http://www.ostsee-zeitung.de/Nachrichte ... spionieren

http://www.dokumentation.landtag-mv.de/ ... 404&page=0

Notfalls bekommen wir Hilfe

http://www.guardian.co.uk/uk/2013/jun/2 ... ations-nsa


http://www.wired.com/threatlevel/2013/0 ... -nsa-leak/

Frage mich derzeit staendig warum dagegen "keiner"auf die Strasse geht.In den 80gern haben wir 100tausende gegen Aufruestung und AKW's auf die Strasse bekommen.
Wo bleibt ihr Jungen?
Alle mit i-Furz und fratzenbuch beschaeftigt?
Richtervorbehalt was ist dass?
Polizisten schreiben ihre eigenen Genehmigungen
Richter behält sich vor diese nachträglich selbst unterschreiben zu dürfen.
:lol:

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