Kann JonDonym nicht zum staatlichen Kontrolldienst werden?

Prinzipiell kann jeder Dienst zum staatlichen Überwachungsdienst werden. Deshalb sind Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Vertrauenswürdigkeit der Funktionsweise und des Betriebs aus Nutzersicht unerlässlich.

Da es beim Mix-Konzept keine zentrale Instanz gibt, müssen für eine Überwachung stets alle beteiligten Mixe an der Enttarnung von Verbindungen mitwirken. Insofern wird jegliche Überwachung der Internetnutzer, also auch die staatliche, durch JonDo nicht einfacher, sondern erheblich schwerer.

Im Gegensatz zu allen anderen Anonymisierungsdiensten kann nicht einmal der letzte Mix (der Ausgangsserver ins "normale" Internet) die Zugriffe eines Nutzers langfristig verfolgen. Jede Internet-Anfrage wird einzeln anonymisiert und kann keinem bestimmten Nutzer zugeordnet werden - sofern Ihre Browser-Konfiguration korrekt ist.

Natürlich wecken besonders Anonymisierer das Interesse an Überwachung. Wir sind uns durchaus im Klaren darüber, dass gerade für die Benutzer von Anonymisierungsdiensten die unbeobachtbare Nutzung des Internet besonders wichtig ist. Die Technik von JonDonym wird daher immer unter dem Aspekt einer hohen Schutzwirkung und verteilten Kontrolle weiterentwickelt.