Um anonym im Internet zu surfen, ist es nicht ausreichend, die IP-Adresse zu verschleiern. Man braucht auch noch einen entsprechend angepassten Browser, wie den
JonDoFox, um identifizierende Browserdaten zu filtern. Dass selbst diese zusätzliche Maßnahme unter Umständen nicht hinreichend ist, zeigen Forscher um Alessandro Acquisti von der Carnegie Mellon University. Sie untersuchten in einer
Studie, ob und unter welchen Bedingungen Nutzer im Netz dazu gebracht werden können, persönliche Daten preiszugeben. Dazu wurden drei unterschiedlich gestaltete Webseiten aufgesetzt, auf denen Nutzer verschiedene, persönliche Fragen beantworten sollten. Das überraschende Ergebnis ist nun, dass weniger professionell aussehenden Seiten mehr Informationen
anvertraut wird. Auf der am wenigsten seriösen Seite gaben sogar ein Drittel der Nutzer ihre Emailadresse an, was in der Hälfte der Fälle zu einer Identifikation der Person führte. Der Gedanke der Versuchspersonen dabei war offenbar, dass diese Seiten weniger darauf abzielen an persönliche Daten zu gelangen, womit sie offensichtlich falsch lagen.
Als Fazit lässt sich festhalten, dass selbst der Schutz durch Software, wie
JonDo und JonDoFox, die Anonymität beim Surfen nicht gewähren kann, wenn wir als Nutzer bei der Preisgabe von Informationen im Netz nicht aufmerksam sind.
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